Pfadi winterthur sichert sich zukunft: baumann und romer bleiben

Pfadi Winterthur stoppt den Talenteschwund. Mit Tazio Baumann und Mischa Romer verlängern zwei Eigengewächse aus dem Jahrgang 2004, die seit 2017 gemeinsam den Weg von der Halle Im Wiesen bis in die Quickline Handball League gehen. Die Botschaft kommt einen Tag nach dem offiziellen Abschied von Topscorer Niclas Mierzwa zu den Rhein-Neckar Löwen – und ist ein klares Signal: Die nächste Generation ist längst bereit.

Baumann übernimmt mierzwas erbe

Der 1,84 Meter kleine aber sprunggewaltige linke Flügel steht vor dem Sprung. 51 Liga-Einsätze, 62 Treffer, eine Trefferquote, die sich sehen lassen kann. Jetzt rückt der 19-Jährige in die Startformation, wo zuvor Mierzwa die Abwehrreihen aus dem Konzept warf. „Ich spüre den Druck, aber ich spüre vor allem die Chance“, sagt Baumann, der in Winterthur zur Schule ging und seine Familie nie verlassen wollte. Das Vertrauen des Klubs ist sein Turbo.

Parallel dazu bleibt Mischa Romer, der 1,94 Meter lange Abwehrkracher. 75 Spiele, nur zehn Tore – die Statistik lügt nicht. Seine Domain ist die zweite Welle, das Umklammern, das Lesen des Gegners. Cvetkovic nennt ihn „unseren strategischen Anker“. Romer selbst redet lieber von Mentalität: „Wir sind ein junges Rudel, das zusammen erwachsen wird.“

Cvetkovic plant mit zukunftsteam

Cvetkovic plant mit zukunftsteam

Sportchef und Cheftrainer Goran Cvetkovic strahlt. Er hat beide schon als Jugendliche gescoutet, ihre Verläufe synchronisiert, ihre Minuten dosiert. „Wir brauchen keine Importlösungen, wenn wir das eigene Talent richtig timen“, sagt er. Die Vertragslaufzeit verrät er nicht, aber intern geht man von Drei-Jahres-Kontrakten aus – bis 2027 mit Option. Die Kaderplanung ist damit auf Jahre entschärft.

Für die Fans ist die Doppel-Verlängerung ein Geschenk. Baumann und Romer sind Gesichter der Nachwuchs-Kampagne, Testimonials der Winterthur Handball-Akademie, Symbole für eine Stadt, die sich selbst als „Leistungsstandort“ neu erfindet. Die Tickets für die Saison 2024/25 sind seit gestern im Vorverkauf – und bereits jetzt liegt die Nachfrage 18 Prozent über dem Vorjahr.

Pfadi Winterthur spielt nicht nur mit, Pfadi definiert neu, was Schweizer Handball sein kann: kein Durchgangsstadium mehr, sondern ein Zuhause für Talente, die hier bleiben und hier triumphieren wollen. Baumann und Romer haben gezeichnet. Der Rest folgt.