Petit jagt drei trikots in zehn monaten – betis-zukunft bleibt offen
Gonzalo Petit sammelt Klubfarben wie andere Sticker. Uruguay, Spanien, dazwischen Leihstationen – und keiner weiß, wo der 21-Jährige im Juli wirklich anfängt.
Von montevideo über sevilla bis granada: eine odyssee in zahlen
Betis zahlte im Juli 2025 eine Ablöse im niedrigen siebenstelligen Bereich, unterschrieb fünf Jahre. Seitdem trug Petit 21 Mal das Mirandés-Rot, fünfmal traf er. Beim Granada sind es drei Tore in fünf Spielen, zwei Partien fehlen noch. Die Bilanz: acht Treffer, 26 Einsätze, drei Dressen – alles innerhalb von 302 Tagen.
Die Werkself lieh ihn aus, weil Europa Tacklings und Tempo verlangt. „Wir wollten ihn nicht in der Reserve versauern“, sagt Sportdirektor Manu Fajardo. Die Idee: sechs Monate zweite Liga, dann Evaluierung. Dazwischen passte ein Winter-Wechsel, weil Mirandés die Spielzeit nicht mehr retten konnte und Granada Sturmnot hatte.

Pellegrini oder weiterer leihzirkus? petit selbst schiebt die antwort auf
„Mein Kopf ist beim Betis“, sagte er nach der 0:2-Pleite in Burgos, „aber wenn’s nicht reicht, ist Granada eine echte Option.“ Kein Klartext, kein Ultimatum. Der Vertrag läuft bis 2030, das Entscheidungsrecht hat Sevilla. Der Coach aber hat ihn noch nie ein volles Training lang sehen können.
Die Zahlen sprechen für sich: 0,31 Tore pro 90 Minuten, dazu 1,8 Schlüsselpässe – bei 1,86 m Körpergröße und einer Startgeschwindigkeit, die Innenverteidiger schon in Spanien überrascht. Dennoch: Real Betis plant mit Borja Iglesias, Willian José und einem möglichen Galoppi-Transfer. Platz für einen vierten Neunen? Unwahrscheinlich.
Petit will die Saison mit zwei Siegen abschließen, dann „in Ruhe schauen“. Ruhe wird nur eine Illusion bleiben. Entweder er fliegt wieder aus, oder er kehrt zurück – und muss beweisen, dass ein Jahr Wanderarbeit nicht nur seine Kleiderschränke füllte, sondern auch seine Klasse schärfte.
