Logroñés rettet die saison: ein mentaler kampfgeist befreit das team!

Die SD Logroñés hat eine Saison überlebt, die in die Annalen des Vereins eingehen wird. Nach einer beinahe schon aussichtslosen Lage, 17 sieglosen Spielen in Serie und einem Abgrund, der sich auftat, gelang es dem Team durch eine beeindruckende mentale Wende und den Rückkehrer Albert Aguilá, den Klassenerhalt in der Segunda RFEF durch die Relegation zu sichern. Ein Triumph des Willens, der zeigt, dass Fußball mehr ist als nur Taktik.

Die spirale des zweifels: ein team am boden

Die ersten sieben Spiele der Saison waren ein Desaster – lediglich ein Unentschieden. Die Mannschaft fand nicht ins Rollen, und die Stimmung im Team war alles andere als gut. Wie Trainer Aguilá zugibt, lastete eine immense psychische Belastung auf den Spielern. „Es gab Leute, die die Köpfe hängen ließen, die von Angst überwältigt wurden, Spieler, die blockiert waren“, so Aguilá in einem Interview. Es war klar: Eine taktische Umstellung allein würde nicht ausreichen.

Aguilá erkannte, dass der Schlüssel zur Rettung im Zusammenhalt des Teams lag. Mit den Kapitänen und erfahrenen Spielern an seiner Seite versuchte er, die Spirale des Zweifels zu durchbrechen. „Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, dass der Kern des Teams zusammenhält“, erklärte er. Die Niederlagenserie hatte eine gefährliche Dynamik entfacht: „Sie sind auf das Feld gegangen und dachten, etwas werde schiefgehen.“

Von pádel bis tortilla: die ungewöhnlichen mittel zur motivation

Von pádel bis tortilla: die ungewöhnlichen mittel zur motivation

Der Tiefpunkt kam, als die Situation kaum noch hoffnungsvoller sein konnte. „Drei Spiele vor Saisonende haben wir den Boden berührt. Wir hatten nur noch eine Patrone übrig“, so Aguilá. Um den Kopf frei zu bekommen, entschied sich das Team für ungewöhnliche Maßnahmen. Der Kontakt zur Realität und zum Ergebnis wurde bewusst unterbrochen. Stattdessen standen Pádel-Turniere am Freitag, gemeinsame Mannschaftsessen und Tortilla-Abende auf dem Programm. „Wir sind drei Freitage in Folge Pádel spielen gegangen“, berichtet Aguilá.

Auch der Vereinspräsident mischte sich ein und sandte aufmunternde Botschaften, um die Spieler von der emotionalen Blockade zu befreien. „Es war entscheidend, dass keine weitere Angst in das Team eindringt. Die Distanz zum Problem half enorm“, fasst Aguilá zusammen. Diese unkonventionellen Methoden schienen zu wirken. „Wenn du positiv denkst, hast du positive Emotionen und handelst besser“, wiederholte Aguilá immer wieder.

Der wendepunkt: ein sieg in der nachspielzeit

Der wendepunkt: ein sieg in der nachspielzeit

Der entscheidende Moment kam mit dem 1:0-Sieg gegen den Deportivo Aragón in der Nachspielzeit. „Das war der Wendepunkt. Es hat dem Team gezeigt, dass wir es schaffen können“, so Aguilá. Von diesem Zeitpunkt an spielte die SD Logroñés mit einer neuen Energie und Selbstsicherheit. „Das Team hat gemerkt, dass es kann. Wenn die Liga noch zehn Spiele gedauert hätte, hätten wir es sicherlich sehr gut gemacht“, ist sich Aguilá sicher.

Die Rettung ist ein Beweis dafür, dass in der Segunda RFEF der mentale Aspekt oft genauso wichtig ist wie die körperliche Fitness. Aguilá betont, dass der Zusammenhalt des Teams entscheidend war: „Dass die Mannschaft weiterhin geglaubt hat, war eine der Schlüsselfaktoren.“ Die SD Logroñés hat bewiesen, dass man auch in aussichtslosen Situationen mit Kampfgeist und Teamgeist den Klassenerhalt erreichen kann. Die Fans in Logroño erleben eine Achterbahnfahrt der Gefühle: von der Träumerei des Aufstiegs bis zur Angst vor dem Abstieg – alles innerhalb von 24 Stunden.