Eintracht frankfurt: saison-zeugnis – achtplatz ist bittere erkenntnis
Frankfurt – Eine Saison zum Vergessen. Die Eintracht landete auf einem enttäuschenden achten Platz, und die Gründe dafür liegen auf der Hand: Zu viele Leistungsträger haben nicht ihre Bestform abgerufen. Der hr-Sport nimmt die Frankfurter Fußballer auseinander und vergibt ein Saison-Abschlusszeugnis, das vor allem Ernüchterung statt Freude bereitet.
Die torhüter: zetterer und santos – ein kampf der unsicherheiten
Michael Zetterer stand in einer ungewöhnlich hohen Anzahl von 29 Spielen im Kasten. Das war so nicht geplant, und seine Leistungen waren selten überzeugend. Auf der Linie solide, mit Ball am Fuß gut, aber die Strafraumbeherrschung ließ zu wünschen übrig. Kaua Santos kassierte in 16 Einsätzen 42 Gegentore – eine bittere Bilanz. Nach einer Phase der Unsicherheit zeigte er in der Rückrunde verbesserte Leistungen, ließ aber auch weiterhin zu viele Gegentore zu. Ob er in der kommenden Saison eine weitere Chance als Nummer eins erhält, hängt von der Entscheidung des neuen Trainers ab.

Die abwehr: theate und koch – von einstigen stars zu enttäuschenden leistungen
Arthur Theate, einst gefeiert als Mentalitätsmonster, sorgte in dieser Saison immer wieder für Unruhe im Team. Seine Leistungen waren schwach und fehlerhaft. Robin Koch, der vor einem Jahr noch zu den besten Spielern gehörte, spielte eine Saison zum Vergessen. Seine Unsicherheit strahlte auf das gesamte Team aus, und er konnte als Spielführer nicht die notwendige Führung übernehmen. Nnamdi Collins zeigte ebenfalls eine Leistung unter dem Erwartungswert, während Aurèle Amenda sich als einer der wenigen Lichtblicke in der Abwehrreihe präsentierte. Elias Baum erhielt kaum eine Chance, und Nathaniel Brown konnte seine Leistungen der Vorsaison nicht bestätigen. Rasmus Kristensen war von Verletzungen geplagt und konnte seine Form nicht finden.

Das mittelfeld: skhiri und dahoud – kampf gegen den abstieg
Ellyes Skhiri spielte oft unter seinen Möglichkeiten und wurde immer wieder kritisiert. Hugo Larsson war ebenfalls von Verletzungen geplagt und konnte seine Klasse nicht zeigen. Oscar Höjlund kämpfte unermüdlich, blieb aber fußballerisch limitiert. Can Uzun zeigte immer wieder seine Klasse, wurde aber von seinen Mitspielern nicht optimal unterstützt. Love Arrhov deutete sein Potenzial an, während Mario Götze eine enttäuschende Saison erlebte und unter dem neuen Trainer kaum mehr berücksichtigt wurde. Ritsu Doan verlor seinen Stammplatz und konnte seine Form nicht finden. Farès Chaibi wirkte oft lustlos und brachte sein Potential nicht voll zur Geltung. Ayoube Amaimouni-Echghouyab überraschte als Joker mit einigen starken Leistungen.
Der angriff: burkardt, batshuayi und kalimuendo – chancenverwertung und fehlende konstanz
Jonathan Burkardt war mit 15 Treffern der erfolgreichste Stürmer der Eintracht, kämpfte aber mit Wehwehchen und hatte eine schwierige Beziehung zu Trainer Riera. Michy Batshuayi spielte kaum eine Rolle, während Arnaud Kalimuendo zwar Potenzial zeigte, aber nicht konstant genug war. Younes Ebnoutalib konnte seine Form nicht halten, und Elye Wahi enttäuschte auf ganzer Linie.
Die Eintracht-Saison 2026/27 wird ein Neubeginn erfordern. Ein Umbruch im Kader und eine neue sportliche Führung sind notwendig, um den Anschluss an die Spitze zu halten. Die Fans fordern eine neue Ära, in der Leidenschaft, Kampfgeist und taktische Disziplin wieder im Vordergrund stehen. Die bittere Erkenntnis des achten Platzes muss als Ansporn dienen, um in der kommenden Saison besser zu werden.
