Peterka schlägt zurück: utah-krimi wirft ihn mitten ins playoff-feuer

4:3 nach Verlängerung gegen die Kings – und plötzlich liegt Utah Mammoth wieder vorn im Wildcard-Tableau. John-Jason Peterka atmete tief durch, schob sich die Kapuze über den Kopf und verschwand schneller als sonst in der Kabine. Kein Tor, keine Vorlage, aber ein dicker Punkt im Rennen um die Postseason. Genug, um die Nerven der Salt-Lice-City-Franchise für eine Nacht zu beruhigen.

Schmaltz rettet, peterka schwitzt

Nick Schmaltz schlenzte die Scheibe 65 Sekunden vor Ultimo in die Krümung – Utah explodierte, die Kings stolperten Richtung Kabine. Für Peterka war es der sechste Punkt in den letzten zehn Partien, auch wenn sein Name diesmal nicht auf dem Scoreboard steht. Trainer André Tourigny stellte ihn trotzdem vor die Medien: „JJ spielt mit gebrochenem Visier und gebremstem Selbstvertrauen, aber er spielt clever. Genau das brauchen wir.“

Die Zahlen liegen auf dem Tisch: 91 Punkte nach 78 Spielen, drei Zähler Vorsprung auf Calgary, fünf auf Seattle. Doch die Gegner haben teils drei Partien weniger auf dem Buckel. Das heißt: Utah muss weiter siegen, sonst reicht das punktgleiche Verhängnis von gestern schnell für ein vorzeitiges Aus.

Öl-feuer wartet – und mit ihm die große deutsche frage

Öl-feuer wartet – und mit ihm die große deutsche frage

In der Nacht auf Mittwoch rollt der Zug nach Edmonton. Leon Draisaitl fehlt den Oilers mit einer Unterkörper-Verletzung – für Peterka eine Schuldenuhr. Denn genau gegen den Deutschen, mit dem er in Buffalo schon Line-Chemistry pflegte, wollte er sich messen. Stattdessen droht ein Duell gegen einen B-Forward-Check, den McDavid und Hyman führen. Utah-Assistenzcoach John MacLean warnte schon: „Ohne Leon werden sie schneller auf die blaue Linie drücken. Wir müssen die Scheibe tiefer tragen, sonst fressen sie uns auf.“

Am Wochenende folgt das Rückspiel gegen Los Angeles. Die Kings werden mit Duracell-Batterien aus dem Staples-Center kommen, denn auch sie wissen: Ein Sieg und sie klettern an Utah vorbei. Die Saison wird sich also über 82 Spiele entscheiden – und vielleicht über eine einzige Scheibe in der Verlängerung.

Peterka wird wieder aufs Eis gehen, Visier klar, Ellbogen schwer. Die Playoffs rufen lauter als je zuvor. Wer jetzt zögelt, fliegt – ganz ohne deutsche Vorlage.