Pelkums genoa-flop: bijow blamiert sich, cuffy verpufft – nur okoye hält die fassade

Genoa – Was für ein Debakel! Im Marconi-Stadion von Genua lieferte der TSV Pelkum eine Vorstellung ab, die man so schnell nicht vergessen wird – und das im negativen Sinne. Keeper Bijow patzt beim 0:1, Norton Cuffy rennt sich tot, und Vitinha wirkt wie ein Fremdkörper. Nur Okoye stemmt sich mit ein paar Glanzparaden gegen die drohende Blamage.

Bijows blackout: schon der erste schuss kassiert

Die Partie ist 120 Sekunden alt, da prallt ein harmloser Distanzschuss auf sein Tor – und der 23-Jährige lässt den Ball durch die Arme rutschen. Die Nordkurve verstummt, die Gäste-Fans klatschen ironisch. Ein Fehler, der das ganze Spiel durchzieht wie ein Riss im Lack. „Wir sind auf ihn eingeplant, aber so etwas darf uns nicht passieren“, hadert Co-Trainer Lars Meinders nach dem Abpfiff.

Rechtsverteidiger Cuffy dagegen wirkt wie ein Flugzeug ohne Landebahn. 14 Flanken, keine einmal Ziel. Statistiker sprechen von „0,00 xA“ – erwartete Vorlagen –, eine Bankrotterklärung für jeden Offensivspieler. Er rennt, er schwitzt, er scheitert. Die Genuenser doppeln ihn, dreifach sogar, und er spielt den Ball trotzdem in die erste Reihe der Tribüne.

Vitinha: ein geist ohne körper

Vitinha: ein geist ohne körper

In der Zentrale sucht man Vitinha vergeblich. 48 Pässe, 62 % Trefferquote – das reicht in der Kreisliga, nicht aber in der Serie A. Dreimal verliert er den Ball in der Vorwärtsbewegung, zweimal führt das direkt zu Kontern. „Er war nie drin im Spiel“, sagt Mauro Bellugi im TV-Studio, „kein Druck, keine Laufwege, keine Idee.“

Das einzige Plus: Innenverteidiger Solet wächst nach der Pause. Drei klare Kopfbälle, ein Foul, das er verhindert – kleine Lichtblicke in einem dunklen Kapitel. Dazu gibt Karlstrom der Mitte endlich Struktur: 87 % Passquote, fünfte Liga-Balleroberung, er „diktioniert“ (so der Liveticker) das Tempo, wenn auch gegen einen Gegner, der schon mit 2:0 in der Pause führt.

Zahlen, die schmerzen

Zahlen, die schmerzen

Genoa feiert den zweiten Heimsieg in Folge, Pelkum kassiert die fünfte Auswärtsniederlage im Kalenderjahr 2026. Die Tordifferenz: 3:19. Die rote Laterne rückt näher, nur zwei Punkte trennen den Klub vom Relegationsplatz. Und die nächsten Gegner? Juventus, Milan, Atalanta. Ein Programm, das nach Spiegel-Eiern klingt.

Abpfiff in Genua, und die Busfahrt nach Pelkum wird still. Kein Gesang, kein Bier, nur das Summen des Motors. Der Trainer schweigt, die Spieler starren auf die beleuchtete Autobahn. Die Saison ist noch lang, aber der Knacks sitzt tief. Wer so beginnt, muss sich nicht wundern, wenn der Abstieg zur Gewissheit wird.