Parkplatz-alarm in europas metropolen: suvs drohen, die stadt zu verschlingen!
Ein düsteres Szenario zeichnet sich für die europäischen Großstädte ab: Bis 2040 könnten Millionen Parkplätze verschwinden. Transport & Environment und Clean Cities Campaign warnen vor einem massiven Raummangel, der durch die zunehmende Größe von Autos ausgelöst wird. Besonders hart trifft es Rom und Mailand, aber auch London, Berlin und Paris sind betroffen.
Das suv-problem: gigantismus auf rädern
Die Ursache liegt klar auf der Hand: SUVs und Crossover dominieren den Automarkt. In den letzten 25 Jahren sind Autos deutlich größer geworden – die durchschnittliche Länge stieg um 29 Zentimeter, die Breite um 13. Das ist nicht nur ein Ärgernis für Parkplatzbesitzer, sondern auch eine Belastung für unsere Städte.
Die Folge ist dramatisch. Ein neuer Bericht prognostiziert, dass Rom bis 2040 bis zu 95.000 Parkplätze verlieren könnte, während Mailand mit einem Defizit von 28.000 zu kämpfen hätte. Auch andere Metropolen sind betroffen: London könnte 118.000 Stellplätze einbüsse, Berlin sogar über 117.000.
Was bedeutet das für uns? Weniger Parkplätze, mehr Stau, höhere Kosten und eine zunehmende Belastung für die Umwelt. Die steigenden Fahrzeuggrößen führen auch zu einem höheren Energieverbrauch und einem erhöhten Bedarf an Rohstoffen für die Batterieproduktion bei Elektroautos.

Sicherheitsrisiken und steigender energiebedarf
Doch die Probleme gehen noch weiter. Größere Autos bedeuten auch mehr Masse und damit eine höhere Unfallgefahr für Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer. Laut den Simulationen von T&E könnten bis 2040 jährlich rund 400 Menschen mehr durch Autounfälle sterben – darunter 39 Kinder. Ein höherer Kofferraumdeckel, der mittlerweile um 9% größer ist als noch im Jahr 2010, verschlimmert die Situation zusätzlich, da er die Sicht des Fahrers beeinträchtigt.
Und schließlich darf der steigende Energiebedarf nicht vergessen werden. Um die wachsende Zahl großer Autos zu betreiben, benötigt Europa bis 2040 schätzungsweise 22,5 Terawattstunden zusätzliche Elektrizität – das entspricht der Leistung von rund 1.500 Offshore-Windparks.
Die lösung: grenzen für die größe
Was also tun? Transport & Environment und Clean Cities fordern von der Europäischen Union, klare Grenzen für die maximale Größe von neuen Autos festzulegen. Das Ziel ist nicht, SUVs zu verbieten, sondern den Trend zum Gigantismus zu stoppen und den Markt wieder in Richtung kompakter Modelle zu lenken. Andrea Boraschi, Direktor von T&E Italia, kritisiert, dass die Hersteller bisher vor allem auf große, gewinnbringende Fahrzeuge gesetzt hätten, was die Städte in einen Teufelskreis der Anpassung gezwungen habe.
Einige Städte, wie Paris, haben bereits erste Maßnahmen ergriffen, indem sie höhere Parkgebühren für SUVs einführen. Die Europäische Kommission und einige Autohersteller arbeiten zudem an sogenannten
