Paris fegt in kvitfjell alles weg: doppelpack krönt eisernen willen
Die Zeit lief, die Konkurrenz jagte, doch Dominik Paris blieb kalt. Der 36-jährige Südtiroler preschte im Super-G von Kvitfjell erneut die schnellste Linie – und machte innerhalb von 24 Stunden den zweiten Streich perfekt.
0,07 Sekunden reichen nicht – kriechmayers abschied mit silber
Vincent Kriechmayr, der nach dem Rennen von möglicherweise letzten Start sprach, sah sich von Paris erneut bezwungen. Die 0,07 Sekunden fühlten sich wie ein Meter Eis an. Dahinter landete Riesenslalom-Weltmeister Raphael Haaser auf Rang drei, 0,38 Sekunden hinter dem Mann aus Bruneck.
Für Deutschland blieb Simon Jocher die letzte Hoffnung. Platz 14, 1,85 Sekunden zurück – das ist sein zweitbestes Saisonergebnis, aber auch ein Fingerzeig: Ohne Top-Ausrüstung und Risiko bleibt hier nichts zu holen. In der Abfahrt hatte kein deutscher Athlet überhaupt das Finale erreicht.

Paris' bronze aus bormio war nur die vorstellung
Die Olympiamedaille in der Königsdisziplin war für Paris bereits ein Signal: Er kann noch immer Querfeldein fahren, wo andere nur Spur haben. Mit dem Abfahrtssieg am Samstag und dem Super-G-Sieg am Sonntag beendete er seine Weltcup-Saison in einem Rausch. Die Entscheidungen um die großen Kugeln waren längst gefallen – Marco Odermatt dominiert auch 2026 –, doch das kümmert Paris wenig. Er sammelt Kristalle nach Belieben.
Die Saison ist vorbei, das Echo bleibt: Ein Athlet, der eigentlich schon zur alten Garde zählt, lehrte die Jünger wieder das Fürchten. Wer jetzt glaubt, Paris würde sich mit zwei Pokalen zufriedengeben, kennt den Südtiroler schlecht. Die Pisten warten, und er wird wiederkommen – schneller, als viele denken.
