Gislason muss zwei akteure kurzfristig streichen – ägypten-test wird zur geduldsprobe

15 statt 16 – mit diesem Personalnotstand muss Alfred Gislason am Sonntagnachmittag in der ÖVB-Arena gegen den afrikanischen Rekordmeister Ägypten auskommen. Kurz vor dem zweiten Testlauf seiner noch jungen WM-Vorbereitung verlor der Bundestrainer binnen Stunden zwei Rechtsaußen.

Grgic bleibt im bett, kastening packt die koffer

Grgic bleibt im bett, kastening packt die koffer

Marko Grgic, zuletzt schon am Donnerstag wegen eines Infekts gefehlt, ist nach wie vor krank. Der Rückraumschlagwerfer aus Balingen blieb daheim, reiste nie an. Timo Kastening hingegen schon – und musste das Quartier in Bremen denno wieder verlassen. Privat, laut DHB knapp formuliert, drängte der 30-Jährige nach Schwäbisch Gmünd. Eine familiäre Eilentscheidung, die Gislasons Plan zerreißt.

Der Coach hatte Kastening erst für Lukas Zerbe nachnominiert, der sich beim ersten Duell mit den Pharaonen eine Prellung zuzog. Nun fehlt auch der Ersatzmann. Die verbliebenen Außen werden sich bis zur letzten Minute drehen: Kai Häfner und Julius Kühn tragen die Last auf beiden Seiten, Rene Straub darf sich warm machen.

Die Partie um 15.30 Uhr bleibt trotzdem ein TV-Highlights. ProSieben und Dyn übertragen kostenlos – ein kleiner Trost für Fans, die sich auf Duell Nummer zwei gegen Ägypten freuten. Gislason wird seine Rotation weiter verkleinern müssen, die Belastung auf den Kern hochschrauben. Nach dem 31:26 am Donnerstag sollte ein Sieg her, um die Stimmung vor der WM-Quali im Januar nicht kippen zu lassen.

Die deutsche Truppe, ohne ihre zwei Rechtsaußen, muss nun beweisen, dass die Breite des Kaders mehr ist als ein Papierwert. Gegen den Afrikameister, der mit vollem Kader und Rachegelüst anreist, wird das ein Test der Nerven – und der taktischen Kreativität des Isländers auf der Bank.