Packende nordderby-sieg für thw kiel in flensburg

Sensationeller start in die hauptrunde: kiel schlägt flensburg

Was für ein Auftakt in die Hauptrunde der Handball-European-League! Der THW Kiel hat beim Rivalen SG Flensburg-Handewitt mit 32:30 gewonnen. Es war das 114. Nordderby der Geschichte und das erste Europa-Duell der beiden Teams seit acht Jahren. Ein packendes Spiel, das Krimi-Qualitäten besaß und Handball-Europa begeisterte.

Jubeln in der „hölle nord“

Jubeln in der „hölle nord“

Nach dem Schlusspfiff herrschte ausgelassene Stimmung in Flensburg. Die Kieler Spieler tanzten auf dem Parkett und feierten einen wichtigen Sieg. Bereits am Sonntag hatten sie dem SC Magdeburg, dem bisherigen Bundesliga-Spitzenreiter, die erste Saisonniederlage zugefügt. Nun legten sie auch in der European League nach. Dieser Erfolg ist Gold wert, denn der Gruppenerste zieht direkt ins Viertelfinale ein.

Nordderby elektrisiert europa

Dyn-Kommentator Finn-Ole Martins brachte die Stimmung perfekt auf den Punkt: „Eines der größten Spiele überhaupt! Das elektrisiert ganz Handball-Europa. Einen ganzen Abend sagt man in ganz Europa ‚Moin‘.“ Die Atmosphäre war explosiv, die Halle bebte. Das Spiel war geprägt von Leidenschaft und Kampfgeist beider Mannschaften.

Torschützen in topform

Die besten Torschützen des THW Kiel waren Mykola Bilyk und Bence Imre, die jeweils sieben Treffer erzielten. Imre bewies starke Nerven und verwandelte zehn Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter sicher. Auf Seiten der SG Flensburg-Handewitt war Emil Jakobsen mit zehn Toren der erfolgreichste Werfer.

Andreas wolff hält kiel im spiel

Im Tor brillierte Andreas Wolff. Der deutsche Nationaltorwart parierte unglaubliche 14 Bälle und war maßgeblich am Sieg beteiligt. Er war einmal mehr der Matchwinner für den THW Kiel. Für Flensburg war es die erste Niederlage in diesem Europapokal-Wettbewerb, während Kiel weiterhin ungeschlagen bleibt.

Krimi mit halbzeitrückstand

In der ersten Halbzeit sah es zunächst nach einem Heimsieg für Flensburg aus. Bis zur 29. Minute führten sie mit 15:11. Die Halle tobte. Doch Kiel steigerte sich im zweiten Durchgang und kämpfte sich zurück ins Spiel. In der 35. Minute glichen sie zum 16:16 aus und übernahmen in der 36. Minute mit 17:18 erstmals seit dem 0:1 die Führung.

Spektakuläres tor von pytlick

Ein besonders kurioses und spektakuläres Tor erzielte Simon Pytlick für Flensburg zum zwischenzeitlichen 17:16. Finn-Ole Martins verglich den Treffer augenzwinkernd mit einem Slalomlauf. Seit Mai 2022 hatte Kiel nicht mehr in Flensburg gewonnen. Nun gelang der Befreiungsschlag. Das Team von Trainer Filip Jicha legte mit dem 20:23 in der 43. Minute den entscheidenden Grundstein für den 32:30-Erfolg.