Ouahbi schockt atlético-bude: marokko rettet sich in letzter sekunde
61.622 Fans, ein neuer Coach und ein spätes Kopfball-Tor: Marokkos 1:1 gegen Ecuador im Riyadh Air Metropolitano war alles andere als ein harmloser Test. Mohamed Ouahbi schickte in seinem Debüt eine Startelf aufs Feld, die sofort zeigte, warum die Löwen von Atlas auch ohne Afrikapokal-Streit noch zubeißen können.
Ouahbi setzt auf tempo und frisches blut
Brahim und Abde jagten über die Außen, Ounahi dirigierte das Zentrum, und neu eingebürgerte Issa Diop stand von Beginn an in der Viererkette. Kapitän Achraf Hakimi war wieder einmal Anspielpunkt und Seelenheiler – doch die erste Halbzeit gehörte Ecuador. Beccacece hatte die marokkanischen Ballverluste genau analysiert: Caicedo und Valencia starteten immer wieder Konter, die Mazraoui fast zur Verzweiflung trieben. Bis zur Pause blieb es jedoch bei halben Chancen und viel Lärm vom kolumbianischen Musikcorps auf den Rängen.
Nach dem Seitenwechsel schlug Yeboah zu. Der Rechtsaußen nahm Platas perfekt abgeblockten Pass mit, donnerte die Kugel aus zwölf Metern ins lange Eck – 0:1, die ecuadorianische Endzone kochte. Ouahbi reagierte sofort: El Khannouss und Salah-Eddine kamen, die Dreierkette wurde zur Fünferkette. Die Wende schien zu gelingen, als El Aynaoui einen VAR-Elfmeter an sich riss. Galíndez hielt, Hrimat schob den Abpraller rein – doch die neue Technologie strich das Tor wegen Millimeter-Abseits wieder raus. Ouahbi trommelte an der Seitenlinie, als wolle er das Spiel allein retten.

El aynaoui trifft – diesmal zählt’s
Die Uhr zeigte 87. Minute, als Achraf einen Eckstoß aus dem linken Halbfeld schlug. El Aynaoui stieg höher als Estupiñán und köpfte unter die Latte. 1:1, und die mitgereisten Marokkaner verwandelten das Metropolitano in einen Minarett-Chor. Ecuador versuchte noch einmal, doch Bono wehrte Páez’ Fernschuss sicher ab. Am Ende stand ein Remis, das wie ein Sieg schmeckt – vor allem für Ouahbi, der mit dieser Aufholjagd bewies, dass sein Team auch ohne den TAS-Urteils-Stress noch eine Reaktionsmaschine ist.
Die nächsten Länderspiele kommen schnell. Sollte der TAS Senegal doch noch recht geben, muss Marokko die Trophäe abgeben. Doch bis dahin feiern die Löwen – und Ouahbi hat seine erste Fußspur hinterlassen, Tiefe und Tempo inklusive.
