Österreichs ski-stars nach super-g-enttäuschung: frust und selbstkritik in mailand cortina
- Österreichs ski-stars nach super-g-enttäuschung: frust und selbstkritik in mailand cortina
- Von allmens triumph und das schweizer speed-double
- Enttäuschung beim ösv: kriechmayr und haaser verpassen medaille
- Kriechmayrs schmerz und haasers selbstkritik
- Die schwierigen bedingungen auf der stelvio-piste
- Die tradition des super-g im ösv: eine bittere niederlage
- Blick nach vorn: die kombinationsmedaille als kleiner trost
- Weitere informationen und links
Österreichs ski-stars nach super-g-enttäuschung: frust und selbstkritik in mailand cortina
Mailand Cortina 2026 – Die österreichischen Ski-Herren haben einen schweren Rückschlag bei den Olympischen Spielen in Mailand Cortina erlitten. Nach einer enttäuschenden Leistung im Super-G herrscht im ÖSV-Lager große Frustration. Während Franjo von Allmen (Schweiz) mit seinem Sieg und der dritten Goldmedaille neue Maßstäbe setzte, blieben die erhofften Erfolge für Österreich aus.
Von allmens triumph und das schweizer speed-double
Der Schweizer Franjo von Allmen fuhr eine beeindruckende Leistung und sicherte sich die Goldmedaille im Super-G. Damit gelang der Schweiz ein perfektes Speed-Double, was die Freude im Alpenland noch verstärkte. Von Allmens Fahrt wurde als „wie eine Naturgewalt“ beschrieben und markiert einen historischen Erfolg für den jungen Athleten.

Enttäuschung beim ösv: kriechmayr und haaser verpassen medaille
Für das österreichische Team endete der Super-G mit einer doppelten Nullnummer. Raphael Haaser erreichte als bester Österreicher lediglich den fünften Platz, während Vincent Kriechmayr, bei seinen letzten Olympischen Spielen, mit Platz sieben die erhoffte Einzelmedaille verpasste. Marco Schwarz (14.) und Stefan Babinsky (21.) spielten keine Rolle im Kampf um die Medaillen.

Kriechmayrs schmerz und haasers selbstkritik
Vincent Kriechmayr zeigte sich nach dem Rennen sichtlich frustriert. „Wenn man alles gibt, sich gut vorbereitet und viele Leute im Hintergrund den Allerwertesten aufreißen, dann tut das weh“, sagte der 34-Jährige im ORF. Auch Raphael Haaser übte harte Selbstkritik: „Es ist alles viel zu leicht ausgegangen. Wenn du so schön runterfährst, ist es vorbei.“

Die schwierigen bedingungen auf der stelvio-piste
Die ungünstigen Bedingungen auf der Stelvio-Piste spielten ebenfalls eine Rolle. Kriechmayr und Schwarz hatten mit hohen Startnummern (15 und 16) zu kämpfen, die Piste wurde im Laufe des Rennens langsamer und die Sicht verschlechterte sich. Dies trug zumindest teilweise zur Misere des ÖSV bei.
Die tradition des super-g im ösv: eine bittere niederlage
Die anhaltende Krise der österreichischen Speed-Spezialisten im Super-G ist besonders bitter, da diese Disziplin jahrelang eine Domäne des ÖSV war. Matthias Mayer hatte 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking Gold gewonnen. Auch Hermann Maiers legendärer Sieg in Nagano 1998 ist unvergessen. Die Erfolge vergangener Tage scheinen aktuell weit entfernt.
Blick nach vorn: die kombinationsmedaille als kleiner trost
Die Silbermedaille von Manuel Feller und Vincent Kriechmayr in der Teamkombination kann zumindest als kleiner Trost dienen. Dennoch bleibt die Enttäuschung im Super-G bestehen. Die österreichischen Ski-Stars müssen sich nun neu sammeln und versuchen, in den kommenden Rennen wieder an alte Stärken anzuknüpfen.
