Osimhen schockt europa, cancelo trifft wie ein schnellzug: ex-serie-a-stars glühen vor wm-generalprobe

Wer dachte, die Entscheidungsmaschinen liefen nur am Wochenende, irrt. In Ankara, Manchester und Istanbul trommelten die Ex-Serie-A-Profis bereits am Samstag auf die Trommel des Sommers. Viktor Osimhen jagt Galatasaray mit einem Doppelpack in die Play-off-Hölle, João Cancelo serviert Pep Guardiola die Traum-Note 1,0 – und niemand ahnte, dass hinter den Kulissen schon die WM-Kaderlisten ticken.

Die Bundesliga-Schalke-Fans bissen sich bei Edin Džeko auf die Zunge: 39 Jahre, 18 Saisontore, eine Ampelkarte – und trotzdem rettet der Bosnier Schalke mit dem 2:2 gegen Kiel vor dem Abstieg, ehe er sich für Bosnien gegen Wales warmmacht. Die Botschaft ist klar: Das Rentenalter verschiebt sich auch im Fußball.

Molina zaubert mit musso – atlético jubelt doppelt

Argentinien lacht. Nahuel Molina schlenzt gegen Betis das 3:1 ins lange Eck, Juan Musso hält in der 93. Minute den Punkt fest. Diego Simeone tanzt am Bandenrand, weil er weiß: Mit diesem Duo kann er im Sommer auch die USA erobern. Atlético hat seit Januar nur noch eine Niederlage kassiert – dank eines Flügels, der früher in Udine nur halb so schnell wirkte.

Währenddessen schreibt Bruno Fernandes Geschichte: 33 Treffer für Manchester United – mehr als David Beckham jemals in einer Saison schaffte. Gegen Aston Villa dirigiert er das 4:1 wie einen Dirigenten, der vergessen hat, dass er einst in Udinese spielte. Erik ten Hag nennt ihn „kalt wie ein Dänemark-Sommer“ – und meint das als Kompliment.

Osimhen feiert sich selbst – und die türkei zittert

Osimhen feiert sich selbst – und die türkei zittert

Galatasaray verliert in der Süper Lig erstmals seit 23 Spielen, weil Osimhen in der 67. und 82. Minute einschießt, als hätte jemand die Xbox-Controller übernommen. Der Nigerianer sprintet 37 km/h, seine Zahlen seit Wechsel aus Neapel: 11 Spiele, 9 Tore, 3 Assists. Die türkische Presse spuckt Feuer: „Besiktas-Fans beten, dass er sich bis Juni verletzt.“

Die Kicker, die einst die italischen Stadien verließen, schicken Signale über alle Zeitzonen. Sergej Milinković-Savić trifft für Al-Hilal gegen Al-Nassr, Luka Jović bugsiert AEK Athen mit einem Doppelpack an die Tabellenspitze – und Gabigol findet bei Al-Hilal endlich Neymar, statt sich mit ihm zu bekriegen. Die WM-Tickets werden verteilt, und die Ex-Serie-A-Fraktion drängt nach vorn wie einst an der Porta Romana.

Die Uhr tickt. In 86 Tagen geht’s los in den USA, und wer jetzt nicht glüht, wird schmoren. Die Thermometer steigen, die Leistungskurven auch. Osimhen, Cancelo, Džeko – sie alle wissen: Ein letztes großes Feuerwerk vor der Sommerpause kann eine ganze Karriere wieder auf Raten kaufen. Die Liga ist geschichte, jetzt zählt nur noch die Bühne.