Olympische zukunft für bob, rodeln und skeleton ungewiss – ioc plant drastische änderungen

Schock für den deutschen schlittensport: ioc erwägt aus für eiskanal-disziplinen

Die Zukunft von Bob, Rodeln und Skeleton bei den Olympischen Spielen steht auf der Kippe. Laut Informationen des seriösen Insiders Duncan Mackay plant das IOC eine umfassende Neuordnung des olympischen Programms, die den Weg für die traditionellen Schlittensportarten versperren könnte. Für das deutsche Team, das in Cortina d’Ampezzo mit 19 von 26 Medaillen glänzte, wäre dies ein schwerer Schlag.

Hohe kosten und nachhaltigkeit als hauptkritikpunkte

Hohe kosten und nachhaltigkeit als hauptkritikpunkte

Die Gründe für die Überlegungen liegen in den hohen Kosten für den Bau und die Instandhaltung von Eiskanälen sowie in Bedenken hinsichtlich der Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit. Der Bau der Bahn in Cortina d’Ampezzo verschlang 118 Millionen Euro – 37 Millionen mehr als geplant und nicht vom IOC gewünscht. Das IOC bevorzugt bestehende Bahnen, wie beispielsweise in Lake Placid (USA).

Ioc-präsidentin coventry kündigt harte entscheidungen an

Kirsty Coventry, Präsidentin des IOC, hatte bereits vor den Spielen in Italien angedeutet, dass schwierige Entscheidungen bevorstehen. „Wir müssen ehrlich sein, was funktioniert und noch wichtiger, was nicht funktioniert“, sagte sie. Im Rahmen des Prozesses „Fit For The Future“ werden derzeit vier Arbeitsgruppen die Zukunft der Olympischen Spiele evaluieren, darunter eine Programmkommission unter der Leitung von Karl Stoss (Österreich).

Sommersportarten sollen im winter antreten

Um die Sommerspiele zu verschlanken und die Winterspiele für eine breitere Weltöffentlichkeit zugänglich zu machen, werden auch Überlegungen angestellt, Sommersportarten wie Handball und Volleyball in das Winterprogramm zu integrieren. Dies könnte die Eiskanalsportarten ersetzen. Die Winterspiele sind derzeit stark auf Nordeuropa, Nordamerika und Ostasien konzentriert.

Schlittenverbands-vorstand schwab sieht optimismus

Für den deutschen Schlittenverbands-Vorstand Thomas Schwab wäre das Aus der Schlittensportarten ein „GAU“. Er betont jedoch, dass er „optimistisch und entspannt“ sei, und dass man Lösungen anbieten könne. Eine Möglichkeit sei die Entwicklung von kostengünstigeren Bahnen in Modulbauweise. Es wird an weiteren Innovationen gearbeitet.

Entscheidung im juni erwartet

Die Schlittensportler haben aufgrund bestehender Verträge zumindest für die Winterspiele 2030 in den französischen Alpen und 2034 in Utah ihren Platz sicher. Die endgültige Entscheidung könnte jedoch bereits bei der IOC-Session in Lausanne am 24. und 25. Juni fallen, wenn die ersten Ergebnisse der Programmkommission erwartet werden. Die internationalen Verbände müssen nun die Argumentation der Kritiker widerlegen.

Finanzielle abhängigkeit vom ioc

Ohne die Olympischen Spiele verlieren viele Sportarten ihre finanzielle Grundlage, da ein Großteil der Finanzierung aus IOC-Geldern stammt. Die Abhängigkeit ist enorm, und der Verlust der olympischen Plattform hätte weitreichende Konsequenzen für den gesamten Sport.