Olympia-ticket vergeben: rogentin statt hintermann für die abfahrt

Enttäuschung und fairness nach entscheidung im schweizer team

Die Entscheidung ist gefallen: Stefan Rogentin wird Niels Hintermann im Rennen um das letzte Olympia-Ticket für die Abfahrtsdisziplin übergehen. Nach dem zweiten Training auf der Pista Stelvio in Bormio sicherte sich Rogentin den vierten Startplatz für die Olympischen Spiele 2026. Hintermann zeigte sich nach der Entscheidung als fairer Verlierer, nachdem er zuvor noch emotional auf die vorzeitige Nominierung von Alexis Monney reagiert hatte.

Emotionale reaktion auf monneys vornominierung

Emotionale reaktion auf monneys vornominierung

Bereits am Mittwoch hatte Hintermann seine Enttäuschung über die Entscheidung, Alexis Monney einen festen Startplatz zu garantieren, zum Ausdruck gebracht. Monney hatte in dieser Saison noch keinen Podestplatz erreicht, was die Entscheidung für Hintermann umso schwerer machte. Die anfängliche Reaktion war von Emotionen geprägt, doch Hintermann bewies Größe, indem er sich nach der Entscheidung für Rogentin fair verhielt.

Rogentin sichert sich das ticket

Rogentin sichert sich das ticket

Im direkten Duell im zweiten Training war Stefan Rogentin schneller als Niels Hintermann und konnte sich somit das letzte Olympia-Ticket sichern. Dies bedeutet, dass das Schweizer Team für die Abfahrt bei den Olympischen Spielen 2026 mit vier Athleten vertreten sein wird. Die Leistung von Rogentin unterstreicht seine aktuelle Form und sein Potenzial für die kommenden Wettkämpfe.

Hintermanns humorvolle reaktion

Im Interview mit SRF zeigte sich Niels Hintermann versöhnlich und gratulierte seinem Teamkollegen Stefan Rogentin. Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Ich sagte ihm, er soll am Samstag ja nicht nur ‚abehösele‘, sonst werde ich hässig!“ Diese humorvolle Bemerkung verdeutlicht seinen sportlichen Ehrgeiz, aber auch seinen gesunden Umgang mit der Niederlage.

Blick auf das dritte training

Am morgigen Freitag steht das dritte und letzte Training auf der Pista Stelvio an. Es ist noch unklar, ob Top-Favoriten wie Marco Odermatt und seine Teamkollegen an diesem Training teilnehmen werden. Die Entscheidung wird vermutlich kurzfristig getroffen und hängt von der weiteren Wettkampfplanung ab.

Auswirkungen auf das schweizer team

Die Nicht-Teilnahme von Niels Hintermann an der Olympia-Abfahrt ist ein Verlust für das Schweizer Team. Hintermann hatte sich große Hoffnungen auf eine Teilnahme gemacht und hätte eine wichtige Rolle im Team spielen können. Dennoch ist das Team mit den vier qualifizierten Athleten gut aufgestellt, um bei den Olympischen Spielen erfolgreich zu sein. Ein Drittel der in Beijing gewonnenen Medaillen wird in Italien nicht mit dabei sein.