Olympia 2026: feuz sieht odermatt als klaren favoriten in der abfahrt
- Spannung vor den ersten medaillenentscheidungen in bormio
- Odermatt als top-favorit: feuz’ klare empfehlung
- Von allmen mit potenzial, aber auch mit risiken
- Italienische hoffnung: schieder statt franzoni
- Außenseiter mit chancen: monney und paris
- Kriechmayr als einzige österreichische hoffnung?
- Die favoriten im überblick
Spannung vor den ersten medaillenentscheidungen in bormio
Am 7. Februar 2026 beginnt die Jagd nach Edelmetall bei den Olympischen Winterspielen in Bormio. Den Auftakt bilden die Abfahrten der Männer, bei denen die Schweiz als großer Favorit gilt. Ex-Olympiasieger Beat Feuz hat sich in einem Interview mit Blick zu Wort gemeldet und seine Prognosen für das Rennen abgegeben.

Odermatt als top-favorit: feuz’ klare empfehlung
Für Beat Feuz steht fest: Marco Odermatt ist der Mann, den es zu schlagen gilt. "Marco ist der reifste und seit drei Jahren weltbeste Abfahrer", so Feuz. Obwohl Odermatt die Abfahrt in Bormio bisher noch nie gewonnen hat, war er dort mehrfach auf dem Podium und befindet sich derzeit in exzellenter Form. Feuz sieht in Odermatt den würdigen Nachfolger seines eigenen Olympiasiegs von 2022 in China.

Von allmen mit potenzial, aber auch mit risiken
Neben Odermatt hebt Feuz auch Franjo von Allmen als einen starken Anwärter auf eine Medaille hervor. "Grundsätzlich stufe ich Franjo noch stärker ein als Marco", erklärt er. Jedoch warnt Feuz vor dem hohen Risiko, das von Allmen in seinem Fahrstil birgt. In dieser Saison ist von Allmen bislang nur in Crans-Montana fehlerfrei ins Ziel gekommen. Im Abschlusstraining in Bormio verhinderte er knapp einen Sturz.
Italienische hoffnung: schieder statt franzoni
Überraschenderweise setzt Feuz auf Florian Schieder als potenziellen Bronzemedaillengewinner, und nicht auf den hochgehandelten Giovanni Franzoni. Der Druck auf Franzoni im Heimatland sei enorm, und seine Kräfte könnten nachlassen. Schieder hingegen könne im Schatten seiner Teamkollegen ohne großen Erwartungsdruck fahren. "In Bormio muss ein Abfahrer immer ein bisschen auf der Kante fahren. Und das beherrscht Schieder ausgezeichnet", so Feuz.
Außenseiter mit chancen: monney und paris
Zu den gefährlichsten Außenseitern zählt Feuz den Freiburger Alexis Monney, der 2024 auf der Stelvio triumphierte. Die Piste werde jedoch weniger vereist sein als damals, was Monneys Fahrstil entgegenkomme. Auch der Südtiroler Dominik Paris, sechsfacher Weltcupsieger auf der Stelvio, könnte für eine Überraschung sorgen. Allerdings habe Paris im technisch anspruchsvollen Mittelteil der Strecke in den letzten Jahren oft nicht mit den Schnellsten mithalten können.
Kriechmayr als einzige österreichische hoffnung?
Vincent Kriechmayr, Doppel-Weltmeister von 2021, sei der einzige Österreicher, der in Bormio eine gute Rolle spielen könnte. "Er ist ein super Starter, kann technisch mit den Allerbesten mithalten und ist auch ein guter Gleiter", analysiert Feuz. Allerdings habe Kriechmayr in den letzten zwei Jahren selten an seine Bestleistungen anknüpfen können, trotzdem sollte man ihn nicht unterschätzen.
Die favoriten im überblick
- Gold: Marco Odermatt (SUI)
- Silber: Franjo von Allmen (SUI)
- Bronze: Florian Schieder (ITA)
