Nübel überstrahlt baumann: wer hält bei der wm?
Stuttgart – Ein wildes 3:3, eine blutende Nase, ein brummender Kopf – Alexander Nübel präsentierte sich nach dem Bundesliga-Duell zwischen VfB Stuttgart und TSG Hoffenheim alles andere als unversehrt. Doch trotz der äußeren Strapazen durfte sich der geborene Berliner als Sieger des Tages fühlen, während sein Pendant Oliver Baumann einen gebrauchten Tag hatte.
Der kampf um die wm-torwartposition
Die Partie war mehr als nur ein Bundesliga-Spiel; sie war ein indirekter Testlauf für die WM-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada. Während Baumann, der lange Zeit als deutsche Nummer eins galt, patzte, bewies Nübel Nervenstärke und Reflexe, die ihn in eine ausgezeichnete Position für das Turnier bringen könnten. „Alex hat sich in eine sehr gute Position für die WM gebracht“, kommentierte VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth, der die Leistung seines Torwarts überschwänglich lobte: „Er hat unglaublich gehalten und uns den Punkt gerettet.“
Baumann hingegen musste um die eigene Leistung sprechen. „Den kann ich definitiv halten“, gestand er Sky Sports mit Blick auf den frühen Treffer von Chris Führich. Die drei Gegentore wirkten sich spürbar auf seine Stimmung aus. Der Routinier schimpfte: „Wir haben definitiv 3:3 verloren. Daraus müssen wir lernen.“

Stuttgarts mentalität und hoffenheims lehrstunde
Nübel betonte nach dem Spiel die „Mentalität“ seiner Mannschaft. „Das zeigt den Willen der Mannschaft. Das Unentschieden ist wie ein Sieg“, sagte er. Auch sein Trainer Sebastian Hoeneß lobte den Keeper: „Alex war super aufgelegt.“ Hoeneß, der selbst einst Baumanns Coach bei der TSG war, sah in Nübels Leistung einen deutlichen Hinweis auf dessen Potenzial für die WM.
Für Hoffenheim war es ein frustrierender Abend. Trotz der Treffer von Andrej Kramaric (zweimal) und Bazoumana Touré reichte es nicht, um die Punkte mitzunehmen. Das Spiel markierte zudem das 2000. Bundesliga-Spiel des VfB, ein Jubiläum, das von einem turbulenten Unentschieden begleitet wurde. Die Rote Karte für Atakan Karazor wird dem Team gegen Bayer Leverkusen zum Verhängnis werden.
Die Spitzenspiele in der Bundesliga werden immer spannender. Bayer Leverkusen, der VfB und die TSG liegen punktgleich auf den Rängen vier bis sechs. Die Frage, wer in die Königsklasse schafft, ist noch längst nicht entschieden. Der nächste Spieltag wird zeigen, ob der VfB gegen Bayer Leverkusen die Oberhand behält und sich so einen entscheidenden Vorteil verschafft.
Die Entscheidung über die WM-Torwartposition wird jedoch bereits jetzt in den Bundesliga-Stadien getroffen. Alexander Nübel hat mit seiner Leistung gegen Hoffenheim ein klares Signal gesendet.
