Aspas rettet celta mit historischem treffer – europacoup rückt näher
Iago Aspas schlug zu, der Celta Vigo atmete auf – und ganz Galicien träumt wieder von Europa. Mit seinem 3:1 gegen den abstiegsbedrohten Elche hat der Tabellen-Zwölfte die Scharte der jüngsten Pleiten ausgewischt und hält zuminzens den Hauch von internationalem Sommerfussball am Leben.
Aspas: „wir brauchten die punkte, nicht nur gute gefühle“
„Gefühle zählen nicht, wenn die Tabelle druckt“, sagte der Captain nach Abpfiff vor 18.473 in Balaídos. Nach zwei Auftritten mit ordentlichem Ballbesitz, aber null Zählern gegen Villarreal und Barcelona war die Anspannung spürbar. „Wir haben unseren Leuten heute gezeigt, dass wir gewinnen können, wenn der Druck am größten ist.“
Das 2:0 von Aspas war zugleich sein persönliches Tor Nummer 100 in LaLiga – kein Spieler des Celta hatte je so weit vorne auf dem digitalen Anzeigetafel gestanden. Der 35-Jährige versuchte danach, die Heldenrolle klein zu reden. „Ich bin froh, dass der Ball reingegangen ist, aber wichtiger ist, dass wieder drei Punkte auf unserem Konto landen.“

Heimdebakel soll in europa enden
Die Statistik nagt an Vigo. Erst 17 Punkte aus 16 Partien vor eigenem Publikum – das ist der schwächste Heimwert der kompletten Liga. „Letzte Saison haben wir 70 Prozent unserer Punkte hier geholt, diesmal verlieren wir gegen jeden, der mitmischt“, bilanzierte Aspas. „Wir haben noch zwei Heimspiele, um das Blatt zu wenden. Wenn wir europäisch spielen wollen, müssen wir Balaídos in eine Festung verwandeln – spätestens jetzt.“
Realistisch bleibt der Angriffsfuchs trotzdem. Die Distanz zum siebenten Tabellenplatz beträgt vier Punkte, die Ausgangslage ist keineswegs komfortabel. „Conference League wäre schon ein Erfolg, Europa League würde das perfekte Sahnehäubchen abgeben – und wer träumt nicht von der Champions League? Aber wir wissen, dass wir perfekt sein müssen in den letzten vier Spielen.“
Die nächste Hürde folgt am Sonntag mit dem Auswärtsspiel bei Getafe. Gewinnt Celta dort erneut, wäre die Trendwende perfekt – und das eigene Publikum könnte sich vielleicht doch noch auf eine Europareise einstimmen.
