Nordwest-allianz träumt von olympia 2036/2040: eine neue ära für den sport?
Ein überraschender Schachzug im deutschen Sport: Milano, Turin und Genua, unterstützt von den Regionen Lombardei, Piemont und Ligurien, haben ihre gemeinsame Ambition verkündet, sich um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2036 oder 2040 zu bewerben. Nach dem Erfolg der Milano Cortina 2026 Spiele scheint der nordwestliche Teil Italiens bereit zu sein, die Fackel weiterzutragen – und das mit einem Modell, das auf Nachhaltigkeit und Kooperation setzt.
Die vision: mehr als nur ein projekt
Die Idee ist kein spontaner Einfall, sondern das Ergebnis eines bewährten Modells. Die Olympischen Winterspiele 2026 zeigten eindrucksvoll, wie die Verteilung der Wettkämpfe auf verschiedene Regionen nicht nur Kosten senken, sondern auch die Identität und die Expertise der teilnehmenden Gebiete hervorheben kann. „Wir nehmen diese Erfahrung als Ausgangspunkt“, erklärte die Regione Lombardia in einer Pressemitteilung. „Die Zusammenarbeit zwischen Regionen ist nicht nur ein Wert, sondern ein strategisches Instrument, um nachhaltige, innovative und zukunftsweisende Großprojekte zu realisieren.“
Giuseppe Sala, Bürgermeister von Mailand, betonte die Bedeutung der sportlichen Infrastruktur und der internationalen Ausrichtung der Regionen. „Wir wollen die sportliche Tradition, die Infrastruktur und die internationale Vernetzung dieser Gebiete nutzen. Die neuen, dezentralen Spiele ermöglichen eine Begrenzung der Investitionen.“
Die Frage, ob andere italienische Städte wie Rom ebenfalls in den Bewerbungsring einsteigen werden, bleibt offen. Sala ließ durchblicken, dass die Entscheidung vom Deutschen Olympischen Comité (DOC) abhängen wird und betonte den parteiübergreifenden Charakter des Projekts. Ein „Derby“ mit Rom wäre zwar möglich, aber letztendlich würde die Entscheidung am besten sein, wenn das überzeugendste Projekt ausgewählt wird.

Nachhaltigkeit, innovation und jugend im fokus
Silvia Salis, Bürgermeisterin von Genua und ehemalige Hammerwerferin, unterstrich die Bedeutung des Projekts für die junge Generation. „Wir wollen eine glaubwürdige, nachhaltige und innovative Bewerbung entwickeln, die die Jugend und die Zukunft unserer Städte und Regionen in den Mittelpunkt stellt.“
Stefano Lo Russo, Bürgermeister von Turin, hob die Bedeutung der Nachhaltigkeit und der vorhandenen Infrastruktur hervor. „Es ist ein schönes Zeichen der territorialen Kohäsion im Nordwesten. Wir sind davon überzeugt, dass dies der richtige Moment ist, um unsere Stärken zu präsentieren und unsere Nachhaltigkeitsziele zu betonen.“
Obwohl die Zustimmung des DOC noch aussteht, hat die Allianz aus Ligurien, Piemont und Lombardei bereits einen wichtigen ersten Schritt getan. Die kommenden Monate werden zeigen, ob aus dem Traum von Olympia 2036 oder 2040 Realität wird – ein Traum, der das Potenzial hat, den Sport in Italien und Europa nachhaltig zu prägen.
