Nordische kombination: oftebro triumphiert, deutsche hoffnung schwindet
Enttäuschung für das deutsche team in mailand cortina
Die deutschen Nordkombinierer um Olympiasieger Vinzenz Geiger erlebten bei den Olympischen Winterspielen in Mailand Cortina einen herben Rückschlag. Nach einem Sturz im Sprunglauf blieb dem Team auch im zweiten Einzelwettkampf die erhoffte Medaille verwehrt. Der Norweger Jens Luraas Oftebro sicherte sich den Sieg, während Geiger mit Platz neun zumindest noch in den Punkterängen landete, jedoch mehr als eine Minute vom Podest entfernt war.
Oftebro schreibt geschichte
Jens Luraas Oftebro demonstrierte erneut seine Dominanz und gewann auch das zweite Einzelspringen. Damit stellte er eine bemerkenswerte Leistung auf, denn vor ihm hatte nur Samppa Lajunen (2002) zwei Einzelgoldmedaillen bei Olympischen Winterspielen in einem Jahr gewonnen. Der Finne zeigte damit seine Klasse und setzte ein Zeichen in der Nordischen Kombination.
Silber und bronze an österreich und finnland
Das Silber ging wie bereits im ersten Wettkampf an den Österreicher Johannes Lamparter, während sich der Finne Ilkka Herola die Bronzemedaille sicherte. Damit komplettierten die beiden Athleten das Podium hinter dem überragenden Oftebro. Die Konkurrenz war stark, aber Oftebro ließ keinen Zweifel an seiner Stärke.
Schwierigkeiten im sprunglauf für das dsv-team
Auch Johannes Rydzek (10./+1:37,2 Minuten) und Julian Schmid (12./+2:22,1) hatten mit Problemen im Sprunglauf zu kämpfen, was sich letztendlich auf ihre Platzierung auswirkte. Die deutschen Kombinierer blieben somit erstmals seit 2010 ohne Einzelmedaille bei Olympischen Winterspielen. Das Ergebnis ist eine große Enttäuschung für das gesamte Team.
Geiger: „frustrierend“
„Das war einfach frustrierend. Auf der Schanze war es einfach zu schlecht“, erklärte Vinzenz Geiger nach dem Wettkampf. Er selbst hatte im Vorkampf nur 120,5 Meter gesprungen und war mit einem Rückstand von 1:43 Minuten als 18. in den Langlauf gegangen. Trotz guter Aufholjagd reichte es am Ende nicht für eine Medaille.
Letzte chance im teamsprint
Für das Team von Bundestrainer Eric Frenzel bietet sich am Donnerstag im Teamsprint eine letzte Chance auf Edelmetall. Nach 1998 droht dem DSV-Team erneut eine Winterspiele ohne Medaille. Der Druck ist hoch, und das Team muss alles geben, um das Podest zu erreichen. Gleichzeitig könnte der Wettkampf ein Abschied für die Nordische Kombination sein, da ihre Zukunft bei den Olympischen Spielen 2030 noch ungewiss ist.
Olympia mailand cortina 2026 – entscheidung kombination
| Athlet | Platzierung | Zeit |
|---|---|---|
| Jens Luraas Oftebro (NOR) | 1. | [Zeit] |
| Johannes Lamparter (AUT) | 2. | [Zeit] |
| Ilkka Herola (FIN) | 3. | [Zeit] |
| Vinzenz Geiger (GER) | 9. | [Zeit] |
