Nomadar zieht 4,7 millionen euro an bord – septien steigt ein, cádiz-projekt sprintet
4,7 Millionen Euro in bar, ein neuer Geldgeber an Bord und ein Aktienkurs, der seit dem Börsengang um 81 Prozent eingebrochen ist – das ist die Zwickmühle, in der Nomadar steckt. Der Technologie- und Immobilienarm des Cádiz CF hat sich jetzt mit Christian Septien frisches Kapital gesichert. Über seine Sepsus Media Group hält der Investor knapp zehn Prozent an der Nasdaq-notierten Spanier-Tochter.
Die arena kommt vor dem ball
Das Geld fließt nicht in neue Spieler, sondern in Beton und Algorithmen. Im Fokus steht JP Financial Arena, das Megaprojekt an der Bucht von Cádiz – früher Sportech City genannt. Mehrzweckkomplex, Tech-Campus, Eventlocation, alles in einem. Die erste Tranche der Frischmillionsen bezahlt Pläne, Baugenehmigungen und Kabelkanäle. Erst danach geht’s an den Spatenstich.
Parallel startet der zweite Turbo: High-Performance Training (HPT), Nomadars Daten-Leibgarde. Das System aus Sensorik, KI und Biomechanik soll nun auch außerhalb Andalusiens Trainerherzen höher schlagen lassen. Geplant sind neue Zentren, Partnerschaften mit Top-Vereinen und Nationalverbänden – alles finanziert aus der Septien-Kasse.

Ein sieg, der nicht jubelt
Klingt nach Erfolgsstory, doch die Börse schielt skeptisch. Seit dem Nasdaq-Debüt im Januar brach die Aktie von 21 Dollar auf 3,93 Dollar – ein Minus, das selbst hartgesottene Tech-Anleger schlucken lässt. CEO Rafael Contreras beschwichtigt: „Die Investition ermöglicht uns, das HPT-Programm in priorisierte Auslandsmärkte zu tragen und die Arena voranzutreiben.“
Septien selbst schwärmt von der „einzigartigen Chance“, Marke Cádiz mit digitalem Gesundheits-Sport zu koppeln. Ob die Symbiose aus Fußballromantik und Aktienzock reicht, um die Arena aus dem Boden zu stampfen, wird sich in den nächsten Quartalen zeigen. Ein Fakt ist jetzt schon: Ohne frisches Geld wäre das Projekt auf der Zielgeraden stehen geblieben – mit 4,7 Millionen darf Nomadar zumindest noch einmal sprinten.
