Neuer räumt mit kritik auf: bayern-legende im bernabéu-glanz!

Madrid bebte Manuel Neuer zu – und das zu Recht. Der 40-Jährige avancierte beim Champions-League-Viertelfinalerfolg des FC Bayern gegen Real Madrid zum Matchwinner und bewies, dass die jüngsten Zweifel an seiner Form reine Luft waren. Neun Ballen parierte der deutsche Rekordkeeper im Estadio Santiago Bernabéu, einige davon von der Sorte, die einem den Atem raubt.

Ein abend, der porto-gedächtnisse weckt

Ein abend, der porto-gedächtnisse weckt

Die Leistung Neuers erinnerte an seine Sternstunde vor vielen Jahren im portugiesischen Porto, als er im Alleingang den Einzug ins Halbfinale gegen Atlético Madrid sicherstellte. Auch in Madrid war er schier alles übermächtig, insbesondere gegen Kylian Mbappé, dessen Angriffe er mehrfach spektakulär vereitelte. Seine Parade in der 29. Minute, als er Mbappés Schuss aus spitzem Winkel mit einer blitzschnellen Reaktion aus dem Eck fischte, war schlichtweg Weltklasse. Und auch in der 66. Minute war Neuer zur Stelle, als er erneut einen Mbappé-Schuss um den Pfosten lenkte – ein Moment, der selbst ehemalige Mitspieler wie Benedikt Höwedes zum Staunen brachte.

„Also ich habe einige großartige Spiele mit Manu verbracht auf dem Platz, wo man aus dem Staunen nicht rauskommt. Aber was er heute abliefert, ist Wahnsinn“, schwärmte Höwedes bei Prime Video. Ein Lob, das von einem Mann kommt, der Neuer über viele Jahre hinweg sowohl im DFB-Team als auch bei Schalke 04 kennt.

Die Kritik der letzten Wochen und Monate, Neuer sei zu alt und zu anfällig für Fehler, wirkt nach diesem Abend in Madrid wie verhallter Nebel. Nach seinem Comeback in der Bundesliga gegen Freiburg hatte er zwar eine starke Leistung gezeigt, ein Gegentor durch ein Patzer unter dem Ball ließ jedoch die Kritiker kurz aufleben. Doch Neuer hat mit seiner Leistung in Madrid eindrucksvoll bewiesen, dass er noch immer zu den besten Torhütern der Welt gehört.

Der UEFA-Man-of-the-Match-Award war die logische Konsequenz seiner herausragenden Leistung. Auch nach der Pause hielt Neuer seiner Mannschaft den Rücken frei und verhinderte mehrfach Gegentreffer. Ein Fehler von Upamecano hätte in der Folge sogar zu einem weiteren Treffer führen können, doch Neuer war mit einer Glanzparade zur Stelle. Christoph Kramer brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Der beste Torhüter der Welt! Und daran wird sich auch nichts ändern.“

Jonathan Tah ergänzte am Mikrofon von Prime Video: „Überrascht euch das? Wir bedanken uns jedes Spiel bei ihm, weil er natürlich etwas ganz Besonderes mitbringt, mit seiner Aura, mit seiner Ausstrahlung.“ Der FC Bayern kann sich glücklich schätzen, einen solchen Rückhalt im Tor zu haben – ein Rückhalt, der auch in München in der Rückspiel eine entscheidende Rolle spielen wird. Denn eines ist klar: Neuer hat in Madrid gezeigt, dass er noch lange nicht zu alt für die Weltspitze ist.