Neuer blamiert von balljungen: bayerns 4:5 in paris wird zur farce
Der FC Bayern verliert in Paris 4:5, doch das 4:5 ist nur die zweitgrößte Demütigung. Die echte Blamage liefert ein zwölfjähriger Balljunge, der Manuel Neuer beim Bittgang einfach den Ball wegzieht – und damit Millionenfach gesehen wird.
Die szene, die prime video sofort viral schickt
Minuten nach Abpfiff postet der Streaminganbieter das Video auf Instagram: Neuer, 40 Jahre, vierfacher Welt-Torhüter, bittet höflich, der Knirps zieht demonstrativ weg. Die Kommentarspalte kocht. „Respektlos“, schreiben bayrische Accounts. „Legendär“, antwortet Paris. In den französischen Medien wird der Junge schon zum „Petit Gardien“ hochstilisiert – kleiner Hüter, großer Held.
Was die Kameras nicht zeigen: Neuer reagiert mit einem fast schon väterlichen Lächeln, das aber nur eine Sekunde hält. Dann kommt die Hand hoch, ein kurzer Satz, keine Antwort, Kopfschütteln. Der Kapitän dreht sich um, als hätte er gerade einen Penalty verschossen. Die Szene dauert fünf Sekunden, reicht aber, um die Gala von Kylian Mbappé & Co. in den Schatten zu stellen.

Neuers wut-rede nach dem 2:5 – und was sie wirklich half
Immerhin: Der alte Hund bellt noch. Nach dem fünften Gegentor läuft Neuer zu Dayot Upamecano, packt den bei den Schultern, schreit ins Gesicht. „Zwei, drei Sätze, mehr Körpersprache als Worte“, so Neuer nach dem Spiel. Was folgt, ist kein Wunder, aber ein Statement: Leroy Sané, Kingsley Coman, Harry Kane – alle treffen. 4:5, fast noch das 5:5.
Vincent Kompany wischt sich nach dem Schlusspfiff die Haare aus der Stirn. „Wir brauchen unser Stadion am 6. Mai, wir brauchen eine Atmosphäre wie gegen Madrid, nur noch lauter“, sagt er. Dabei weiß der Belgier: Ohne Neuers Eingreifen wäre dieses Hinspiel eine Katastrophe, nicht nur eine Niederlage.
Die Zahlen sprechen trotzdem eine klare Sprache: 1,94 erwartete Tore hatte PSG nach 25 Minuten, Bayern nur 0,3. Die Defensive wirkt wie ein offenes Tor am Oktoberfest. Und doch liegt der Fokus auf einem Jungen, der wahrscheinlich morgen in der Schule Nachsitzen muss – und heute Nacht zum Helden eines Viertelfinals wurde, ohne je einen Ball zu kicken.
