Schlag gegen piraterie: guardia civil zerschlägt kodispain-netzwerk!

Ein schwerer Schlag für die Fußballpiraterie in Spanien: Die Guardia Civil hat am Mittwoch Kodispain, eine der größten Plattformen für illegale Sportübertragungen, außer Betrieb gesetzt. Die Aktion folgt auf eine Beschwerde von LaLiga unter Javier Tebas und dem Telekommunikationsunternehmen Telefónica – ein Signal, dass der Kampf gegen die Raubkopie deutlich verschärft wird.

Was geschah genau bei der razzia?

Die Guardia Civil konnte laut eigenen Angaben ein komplexes digitales Netzwerk neutralisieren, das unautorisierten Zugang zu Live-Übertragungen von Fußballspielen der Primera und Segunda División ermöglichte. Kodispain, ein beliebtes Add-on für den Medienplayer Kodi, verbreitete Anleitungen, Manuale und Links zu den Spielen über einen Messenger-Kanal mit über 26.000 aktiven Nutzern. Die Dimensionen sind enorm, besonders wenn man bedenkt, dass dies bereits die zweite große Razzia gegen eine Piratenplattform innerhalb weniger Wochen ist.

Vor nur einer Woche wurde die Bande um den sogenannten „Iraner“ verurteilt. Diese Organisation hatte über zwei Millionen Nutzer und bot Kanäle wie rapidtv.com und iptvstack.com an. Das Urteil umfasst eine der höchsten Entschädigungsforderungen in Spanien wegen Urheberrechtsverletzungen. Ein Detail, das dabei oft übersehen wird: Die Infrastruktur dieser Bande nutzte Cloudflare, gegen die LaLiga seit Monaten einen erbitterten Kampf führt, da sie Cloudflare als Mittäter bei der Piraterie betrachtet.

Die hintergründe: ein jahrelanger kampf

Die hintergründe: ein jahrelanger kampf

Die Auseinandersetzung mit der Piraterie hat in den letzten Monaten deutlich zugenommen. LaLiga und Unternehmen wie Movistar stehen an vorderster Front. Bereits vor anderthalb Jahren, im November 2024, deaktivierte die Guardia Civil den Streaming-Kanal Cristal Azul, der ebenfalls ein Kodi-Add-on war und ähnlich wie Kodispain eine enorme Popularität genoss. Die Strategie der Piraten, sich hinter der Kodi-Plattform zu verstecken, wird zunehmend durchsucht und bekämpft.

Die Zahl spricht für sich: Über 26.000 Nutzer allein im Kodispain-Kanal. Multipliziert man diese Zahl mit den unzähligen anderen Plattformen und Add-ons, wird das Ausmaß der illegalen Sportübertragungen in Spanien deutlich. Es ist ein Wettlauf zwischen den Rechteinhabern und den Piraten, und die Guardia Civil scheint nun die Oberhand zu gewinnen.

Die Zerschlagung von Kodispain ist nicht nur ein Sieg für LaLiga und Telefónica, sondern auch ein deutliches Signal an alle, die versuchen, illegale Sportübertragungen zu verbreiten: Der Kampf gegen die Piraterie wird mit aller Entschlossenheit fortgesetzt. Die Strafverfolgung intensiviert sich, und die Konsequenzen für die Täter werden immer gravierender.