Netos schubser gegen balljungen: chelsea-star rudert zurück
Paris – In der 94. Minute schubste Pedro Neto einen Balljungen um, in der 97. Minute klingelte es zum 2:5 im eigenen Kasten. Die Aktion des Chelsea-Flügelstürmers wird das Spiel ebenso beg begleiten wie das fragwürdige Resultat.
Neto: „ich habe ihn leicht geschubst – und gesehen, dass er weh tut“
Der Portugiese suchte den Jungen sofort nach Abpfiff, zog das Trikot über den Kopf und bat auf Französisch – mit Hilfe von PSG-Profi Vitinha – um Verzeihung. „Mein Französisch ist nicht gut, Vitinha kam deshalb dazu und erklärte ihm, dass ich so nicht bin“, sagte Neto bei TNT Sports. Der Balljunge lachte schließlich, behielt das Trikot und kassierte laut Neto „ungefähr 35 Entschuldigungen“.
Chelsea-Trainer Liam Rosenior reagierte postwendend: „Falls es von unserer Seite irgendetwas gab, das falsch oder unangebracht war, entschuldige ich mich im Namen des Klubs.“ Die UEFA schweigt bislang, doch die TV-Bilder zirkulieren bereits – und sie zeigen, wie Neto den Jugendlichen mit beiden Händen wegschubst, sodass dieser samt Stuhl rückwärts kippt.

Die folgen: rotes gesicht, minimale viertelfinale-chancen
Der Shubser fiel in jene Phase, in der Chelsea bereits mit 2:4 hinten lag und verzweifelt den Anschluss suchte. Sekunden später folgte das 2:5 durch Bradley Barcola – die Entscheidung. Für die Blues bleibt nur die kleine Chance eines Wunders im Rückspiel am Dienstag in der Stamford Bridge. Dann muss Neto liefern, statt drückende Probleme zu produzieren.
Neto selbst war bis dahin einer der wenigen Lichtblicke: Beim 2:2 legte er auf Enzo Fernández auf. Doch die Szene vom Pariser Abend wird ihn länger begleiten als sein Assist. Denn wer einen Jugendlichen zu Boden stößt, um zehn Sekunden Ballbesitz zu sparen, der verspielt nicht nur Sympathien – er liefert der UEFA ein Einzel-Highlight für die Disziplinarkommission.
