Neto schubst balljungen, paris schießt chelsea ab: 5:2-chaos in letzter sekunde
Paris Saint-Germain hat Chelsea in einer irren Schlussphase mit 5:2 zerlegt – und das, nachdem Pedro Neto kurz vor Abpfiff einen Balljungen in die Bande geschubst hatte. Die Aktion entzündete ein Rudelgedrängel, das Referee Hernández Hernández ohne jede Karte beendete. Dabei hätte Neto eigentlich Rot verdient gehabt.
Die sekunde, in der neto die nerven verlor
Stand 4:2, 90.+2, Einwurf für Chelsea. Der Balljunge mit Paris-Cap drückt sich das Leder unter den Arm. Neto will Tempo machen, rennt hin, rumpelt den Jugendlichen in die Werbetafel. 20 Spieler kippen sich sofort an, ein schwarz-weißes Knäuel, das den Rasen in Sekundenbruchteilen verstopft. Keine Karte. Nicht mal Gelb. Hernández Hernández pfeift nur Abstand, weil er die Szene offenbar für „emotional“ hält – nicht für gefährlich.
Der Junge bleibt liegen, die Kameras zoomen auf Tränen. Dann steht er wieder, Neto zieht sein Trikot über den Kopf und drückt es ihm in die Hand. Entschuldigung akzeptiert, Twitter lacht trotzdem: „Neto bekommt kein Gelb, aber ein Geschenk.“

Kvaratskhelia nagelt chelsea ans kreuz
Die Gäste aus London hatten das Spiel lange offen gehalten. Gusto trifft nach einem abgefälschten Schuss, Fernandez versenkt aus 16 Metern. 2:2 nach 57 Minuten – da glaubt noch jeder an die Wende. Doch PSG dreht auf: Vitinha mit dem 3:2, Kvaratskhelia mit dem 4:2, dann der Georgier erneut in der vierten Minute der Nachspielzeit. 5:2 – die Blues kriegen in fünf Minuten drei Gegentore eingeschenkt.
Chelsea kassiert damit die höchste Champions-League-Pleite seit 2019. Paris feiert die perfekte Generalprobe vor dem Rückspiel in London – und einen Heimrekord: noch nie erzielte ein französischer Klub fünf Treffer im K.-o.-Spiel der Königsklasse.
Was der schiri hätte pfeifen müssen
Laut IFAB-Regelwerk ist jede körperliche Attacke gegen Offizielle, Schiedsrichter oder Ballpersonal mit Rot zu bestrafen. Neto’s Schubser fällt eindeutig unter §12. Hernández Hernández sieht es anders – und bekommt am Dienstag sicher Post aus Nyon. Die Uefa kann den Vorfall nachträglich ahnden, Neto droht trotz des versöhnlichen Trikot-Geschenks eine Sperre fürs Rückspiel.
Paris hat den Vorfall schon intern abgehakt. Trainer Luis Enrique beschwichtigt: „Hitze des Moments.“ Chelsea-Coach Pochettino kontert trocken: „Wenn der Schiri durchgreift, steht es vielleicht 4:3.“ Zahlen sprechen lauter als Worte: xG 3,1 zu 1,4 – PSG dominiert statistisch und emotional.
Am Ende jubelt Paris, Chelsea fliegt frustriert nach Hause – und ein Balljunge hat die Geschichte seines Lebens erlebt. Trikot inklusive.
