Nebel-drama in ingolstadt: schanzer verspielen sieg gegen duisburg im nebel

Der FC Ingolstadt 04 hat sich im dichten Nebel selbst um den Sieg gebracht. Max Plath traf nur die Latte, der MSV Duisburg atmete auf und die Schanzer verpassten den Befreiungsschlag im Tabellenmittelfeld der 3. Liga.

Plaths aluminium-traum zerplatzt in der nebel-suppe

Plaths aluminium-traum zerplatzt in der nebel-suppe

Kurz vor Schluss war alles klar: Der Ball lag ideal, Plath zog ab, das Stadion hielt den Atem an. Doch statt Jubel nur ein dumpfer Schlag, als das Leder an die Querbalken krachte. Die 86. Minute wird in Ingolstadt als die verpasste Chance in die Chronik eingehen. Der Treffer hätte nicht nur drei Punkte bedeutet, sondern auch die Rotstift-Pause nach der 0:2-Pleite gegen Wiesbaden beendet.

Sabrina Wittmann hatte alles auf eine Karte gesetzt. Ohne den gesperrten Fredrik Carlsen und Linus Rosenlöcher rotierte sie ihr Personal, stellte Gustav Christensen und Yannick Deichmann auf die Flügel. Die Taktik ging auf – bis aufs Finish. Deichmanns Fallrückzieher nach sechs Minuten war noch ein Vorgeschmack auf die Offensiv-Duelle, die folgten. Doch zwischen Kraftakt und Tor-Szene klaffte eine Lücke, die selbst der frisch gebackene Vater Max Besuschkow nicht schließen konnte.

Die zweite Hälfte war ein Schaukelsieg der Elemente. Nebelschwaben zogen vom Audi-Sportpark über den Rasen, die Sicht sank auf wenige Meter. Für Kai Eisele im Tor der Hausherren war das kein Problem – er wehrte Patrick Susseks Freistoß sicher ab. Für die Offensive wurde es zur Falle. Lange Bälle von Julian Kügel verloren sich im weißen Dunst, Duisburgs Abwehr blockte instinktiv, wo sonst nur der Ball war.

MSV-Coach Uwe Schubert wirkte nach dem Schlusspfiff wie ein Spieler, der im Casino den Jackpot knapp verpasst hat. Sein Team hatte kaum etwas zuzusetzen, kassierte aber dennoch einen Punkt, weil der Gegner die eigene Großzügigkeit nicht nutzte. Die Zebras bleiben damit im Aufstiegsrennen drin, während Ingolstadt bei 37 Zählern stehen bleibt – mitten im Niemandsland zwischen Traum und Klassenerhalt.

Die Zahlen sind hart: Ingolstadt schoss 14 Torschüsse, traf nur das Aluminium und kreierte 2,1 xGoals. Duisburg kam auf magere 0,7 xGoals und dennoj den Zähler. Die Statistik lügt nicht – sie erzählt nur die halbe Wahrheit. Die andere steckt im Nebel, in dem sich Chancen verwandeln oder verflüchtigen. Für die Schanzer bleibt die Erkenntnis: Sie haben das Spiel gemacht, aber nicht gewonnen. Und in der 3. Liga zählt nur das Ergebnis, nicht die Spielanlage.