Nba-sommer wird heiß: warriors, bucks und lakers vor umbruch

Die Trade Deadline ist Geschichte, aber die Ruhe ist trügerisch. Wer glaubt, dass die NBA-Gerüchteküche bis zum Sommer auf Sparflamme köchelt, kennt die Liga nicht. Drei Franchises stehen vor Entscheidungen, die ihre nächste Dekade prägen werden – und alle drei haben ein Problem, das sich nicht wegdiskutieren lässt.

Golden state warriors: currys letzte chance auf einen würdigen abschluss

Das Muster wiederholt sich. Verletzungsbedingtes Playoff-Aus in der Vorsaison, und jetzt deutet alles auf dasselbe Szenario hin. Jimmy Butler ist mit einem Kreuzbandriss raus bis mindestens Ende 2025 – und ob er dann noch ein Warrior ist, steht auf einem anderen Blatt. Was bleibt, ist Stephen Curry, bald 38 Jahre alt, der immer noch Zahlen produziert, für die andere Spieler ihre Seele verkaufen würden. Das Titelfenster schließt sich. Das weiß jeder. Das weiß auch GM Mike Dunleavy Jr., der rund um die Trade Deadline bereits signalisiert hat, dass er für Giannis Antetokounmpo alles auf eine Karte setzen würde.

Die gute Nachricht für Golden State: fünf Erstrundenpicks bis 2033 liegen bereit. Das ist kein schlechtes Blatt – das ist ein Pokerhand, mit der man Gespräche eröffnen kann. Im Sommer folgt die nächste Runde. Dazu drängen sich weitere Personalfragen auf: Verlängerung mit dem dauerverletzten Kristaps Porzingis? Ein vorzeitiger Anschlussvertrag für Brandin Podziemski? Und dann ist da noch Curry selbst, der vor seinem letzten Vertragsjahr steht. Für eine Franchise, die so viel gewonnen hat, ist das eine ungewöhnlich offene Situation.

Milwaukee bucks: das experiment ist gescheitert, die rechnung kommt jetzt

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Es gibt Entscheidungen, die eine Organisation jahrelang verfolgen. Der Buyout des noch mehrjährigen Vertrages von Damian Lillard ist so eine. Was damals als Kraftdemonstration gegenüber Giannis gedacht war, wirkt heute wie eine selbst gestellte Falle. Die Bucks rangieren fünf Siege hinter Platz zehn der Eastern Conference. Eine Playoff-Teilnahme ist rechnerisch möglich. Realistisch ist sie nicht.

Der Sommer wäre der richtige Moment für einen Trade. Ab dem 1. Juli steht jedem Team ein zusätzlicher Erstrundenpick zur Verfügung – das erhöht den Gegenwert für Antetokounmpo spürbar. Wartet Milwaukee länger, tickt die Uhr gegen sie: 2027 läuft Giannis' Vertrag mit Spieleroption aus, und ab dann geht der Marktwert nur in eine Richtung. Trotzdem ist nicht ausgemacht, dass die Franchise den Schritt wirklich wagt. Mehr als ein Jahrzehnt hat sich die Identität der Bucks um diesen Mann aufgebaut. Das legt man nicht einfach ad acta – auch wenn die Tabelle längst schreien sollte, dass es Zeit ist.

Los angeles lakers: lebron geht, doncic bleibt – und der rest ist offen

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Der Staffelstab ist übergeben. Luka Doncic trägt die Lakers, während LeBron James mit 41 Jahren vor der letzten Entscheidung seiner Karriere steht. Los Angeles, Cleveland oder doch der Ruhestand? Die Antwort darauf beeinflusst direkt, wie viel Spielraum die Franchise im Sommer hat.

Dazu kommt Austin Reaves, der seinen ersten Maximalvertrag anstrebt – und den wird er bekommen, die Frage ist nur zu welchem Preis. Je nach Ausgang beider Verhandlungen könnten den Lakers bis zu 50 Millionen Dollar zur Verfügung stehen. Das ist in einem Sommer, in dem kaum ein anderes Team ähnliche finanzielle Flexibilität besitzt, ein echter Vorteil. Kein Wunder also, dass auch in Hollywood die Gedanken zu Giannis Antetokounmpo schweifen. Doncic und Antetokounmpo in einem Team – das Bild allein verkauft Trikots. Drei Erstrundenpicks hätten die Lakers für ein solches Tauschgeschäft parat.

Aber solange LeBron James nicht entschieden hat, was er will, plant Hollywood im Nebel. Das war schon immer so. Und daran wird sich in diesem Sommer nichts ändern.