Nba: die neue regel, die jokic und gilgeous-alexander gefährdet

Die 65-partie-regel wirft schatten auf die mvp-wahl

Die NBA hat für die Saison 2023-24 eine neue Regel eingeführt, die weitreichende Folgen für die Vergabe der prestigeträchtigen Auszeichnungen am Saisonende haben könnte. Wer weniger als 65 Spiele bestreitet, scheidet aus der Wahl für die All-NBA Teams, das Defensive Team, Defensive Player of the Year, Most Improved Player und natürlich den MVP aus. Eine Maßnahme, die darauf abzielt, das sogenannte “Load Management” – die strategische Schonung von Spielern – einzudämmen und die Präsenz der Stars auf dem Feld zu maximieren. Denn die Auszeichnungen bedeuten nicht nur Prestige, sondern beeinflussen auch die Vertragsboni.

Jokic und gilgeous-alexander unter druck

Jokic und gilgeous-alexander unter druck

Im Rennen um den MVP-Titel kristallisieren sich derzeit Shai Gilgeous-Alexander und Nikola Jokic als die aussichtsreichsten Kandidaten heraus. Doch beide könnten von der neuen Regel gefährdet sein. Der serbische Center, der im Januar wegen einer Knieverletzung pausieren musste, hat bereits 16 Spiele verpasst und darf sich nur noch ein weiteres Ausfall erlauben, bevor er nicht mehr für die Ehrungen in Frage kommt. Denver Nuggets hat zudem noch vier “Back-to-Back”-Spiele vor sich, was die Situation weiter verschärft.

Jokics beeindruckende statistiken

Jokics beeindruckende statistiken

Trotz seiner Verletzungspause liefertNikola Jokic weiterhin beeindruckende Statistiken: 28,8 Punkte, 10,5 Assists und 12,5 Rebounds bei einer Feldwurfquote von 58,4%, einer Dreipunktquote von 42,1% und einer Freiwurfquote von 83,6%. Nur zwei Spieler in der NBA-Geschichte konnten eine Saison mit mindestens 28 Punkten, 12 Rebounds und 10 Assists im Durchschnitt abschließen: Oscar Robertson im Jahr 1962 und – überraschenderweise – Nikola Jokic in der vergangenen Saison!

Gilgeous-alexander muss aufpassen

Gilgeous-alexander muss aufpassen

Auch Shai Gilgeous-Alexander, der aktuelle MVP, ist gefährdet. Er fehlt seit dem 4. Februar wegen einer Verletzung am Bauch. Für den kanadischen Guard gibt es zwar einen etwas größeren Spielraum, aber er muss noch mindestens 16 von 22 verbleibenden Spielen der regulären Saison bestreiten. OKC führt die Western Conference an, trotz zahlreicher Verletzungen, und Gilgeous-Alexander liefert eine herausragende Saison mit 31,8 Punkten, 6,4 Assists, 4,4 Rebounds und 1,3 Steals im Durchschnitt.

Weitere kandidaten und die bedeutung der spiele

Aber nicht nur Jokic und Gilgeous-Alexander stehen unter Druck. Auch Wembanayama (13 verpasste Spiele), Doncic (12) und Leonard (13) müssen aufpassen, die 65-Spiele-Marke zu erreichen. Steph Curry (18) und Antetokounmpo (25) sind bereits ausgeschieden. Ein Lichtblick ist Cade Cunningham, der mit nur 6 verpassten Spielen eine fantastische Saison spielt und möglicherweise der eigentliche MVP-Kandidat ist. Er führt Detroit zu einem möglichen Playoff-Platz und erzielt durchschnittlich 25,4 Punkte und 9,8 Assists.

Was, wenn es zu einer zwangsauswahl kommt?

Sollte es zu einem Szenario kommen, in dem der MVP “per Ausschlussverfahren” bestimmt werden muss, könnte die NBA die 65-Spiele-Regel überdenken. Die Balance zwischen dem Schutz der Spielergesundheit, der Notwendigkeit, sie für die Playoffs zu schonen, und dem Risiko, zu viele Spiele der regulären Saison (die derzeit mit 82 Spielen unverändert bleiben) zu entwerten, ist eine komplizierte Angelegenheit. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den verbleibenden Wochen der Saison entwickelt und welche Auswirkungen die neue Regel letztendlich auf die Vergabe der Auszeichnungen haben wird.