Nagelsmann zieht 18-jährigen nach wien: bayern-shootingstar lennart karl vor dfb-debüt
Julian Nagelsmann wird morgen in Frankfurt den Namen Lennart Karl in den Raum stellen – und damit den jüngsten Offensivspieler des FC Bayern in die A-Nationalmannschaft katapultieren. Der 18-Jährige soll laut mehrerer übereinstimmender Quellen gegen die Schweiz (27. März) und Ghana (30. März) erstmals das DFB-Trikot tragen. Kein Testlauf mehr, kein Alibi-Gast: ein echter Kaderplatz.
Warum ausgerechnet jetzt?
Weil Karl nicht nur dribbelt, sondern trifft. Sieben Tore, fünf Assists in 32 Pflichtspielen für die Bayern – das ist keine Statistik, das ist ein Signal. Nagelsmann hat die Zahlen auf dem Schreibtisch liegen und erkennt: Dieses Tempo kann die Nationalmannschaft gebrauchen, bevor im Sommer die WM-Quali losgeht. Der Bundestrainer will keine Talente mehr horten, er will sie verbrennen – im gutten Sinne.
Die Schnelligkeit des Müncheners ist nur eine Seite. Die andere: Karl hat in allen DFB-Junioren-Teams gespielt, zuletzt in der U21, wo er gegen Malta und Georgien binnen 180 Minuten drei Mal einnetzte. Kein Zufall, sondern eine Entwicklung, die den Staff seit Monaten auf dem Radar hat. Intern spricht man von „kontrollierter Reifung“, doch die ist jetzt abgeschlossen.

Was bedeutet das für den fc bayern?
Erst einmal Stolz, dann Kopfzerbrechen. Karl läuft noch bis 2027 bei den Bayern, doch sein Marktwert springt mit jeder Minute in der Nationalmannschaft. Berater reiben sich bereits die Hände, weil die nächste Gehaltsrunde dadurch automatisch teurer wird. Sportdirektor Max Eberl muss nun zeigen, ob er das Juwel langfristig bindet oder ob Karl zum neuen Musiala wird – nur mit noch mehr Gerüchten um Manchester und Madrid.
Für Nagelsmann ist die Nominierung auch ein internes Statement: Er setzt auf Jugend, nicht auf den letzten Zweitliga-Stürmer, der gerade Form zeigt. Die Fans werden es merken. Die Tickets für das Testspiel in Wien waren gestern noch locker erhältlich, heute gehen die Server der ÖFB-Ticketplattform ans Limit. Der Name Lennart Karl ist plötzlich ein Clickmagnet, der Name einer möglichen neuen Epoche.
Offiziell bestätigt wird alles morgen um 14 Uhr in der DFB-Zentrale. Doch selbst wenn die Pressekonferenz ausfiele: Die Entscheidung ist längst gefallen. Karl packt bereits die Tasche für Wien – und die Bundesliga weiß: Wenn der 18-Jährige erst einmal den Rasen der Ernst-Happel-Stadion betritt, wird er nicht mehr aufhören, seine Geschichten zu schreiben.
