Moses moody fällt: warriors-stürmer zerreißt sich die patellasehne - saison vorbei

Moses Moody flog mit 23 Punkten zum Fastbreak-Dunk, landete auf der Trage. Die linke Patellasehne ist gerissen, das Knie knickte ohne Kontakt weg, die Saison ist gelaufen – und mit ihr vielleicht der Playoff-Traum der Warriors.

Die szene in dallas, die alles änderte

Eine Minute vor Schluss der Overtime, Spielstand 131:131. Moody stibitzt Cooper Flagg den Ball, sprintet allein auf den Korb zu, legt sich die Kugel zurecht – und dann das Knallgeräusch. Kein Gegner in der Nähe, kein Kontakt, nur das eigene Gewicht, das das Knie zertrümmert. Er bleibt liegen, packt sich ans Bein, die American-Airlines-Arena verstummt. Draymond Green eilt herbei, umarmt seinen Teamkollegen, bevor die Trage kommt.

Die Diagnose folgt wenige Stunden später in San Francisco: kompletter Riss der linken Patellasehne. Operation Donnerstag, Reha bis mindestens November. Die nächste Saison steht ebenfalls auf dem Prüfstand.

Comeback-krösus wird zur geisterstunde

Comeback-krösus wird zur geisterstunde

Besonders bitter: Nach zehn Spielen Handgelenkspause lieferte Moody die beste Partie des Jahres ab. 9/13 Feld, 3/5 Dreier, drei Steals – und dann das. „Mo ist der erste im Training, der letzte, der rausgeht“, sagt Coach Steve Kerr. „Er macht alles richtig, und dann das.“

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Ohne Moody kassieren die Warriors 4,7 Punkte mehr pro 100 Possessions, ihr Offensivrating bricht um 5,1 ein. Die Defense verliert zusätzlich 3,4 Punkte Effizienz. Mit anderen Worten: Ohne ihn wird es eng um den Play-In-Platz.

Verletzungsstrudel frisst kader komplett

Verletzungsstrudel frisst kader komplett

Die Liste liest sich wie ein Lehrbuch moderner Sportmedizin: Jimmy Butler (Kreuzband, Januar), Stephen Curry (Knie, 23 Spiele und zählt), Al Horford (Wade), jetzt Moody. Insgesamt 124 verpasste Spielzeiten durch Verletzungen – Platz 28 der Liga, aber Platz 1 der Dramatik.

Golden State verlor 16 der letzten 23 Spiele, rutschet auf Rang zehn im Westen ab. Die Distanz zum direkten Playoff-Rang beträgt vier Siege bei noch sieben verbleibenden Partien. Die Wahrscheinlichkeit, den Play-In noch zu erreichen, liegt laut ESPN-BPI bei 14 %. Ein Moody wäre genau der Zwei-Wege-Flügel gewesen, den Kerr in diesen kleinen Spielen braucht.

Die Stimmung im Kader kippt. „Wir haben so lange auf ihn gewartet“, sagt Green im ESPN-Mikro. „Und jetzt das. Es ist einfach brutal.“

Was bedeutet das für die zukunft?

Was bedeutet das für die zukunft?

Moody war dieses Jahr erstmals Starter-Kandidat, sein Dreier sollte den Platz von Klay Thompson füllen. Sein Vertrag läuft 2027 aus, nächste Saison 14 Mio. Dollar. Die Warriors müssen nun entscheiden: Weitermachen mit dem Core um Curry, Green und den verletzten Butler – oder den Reset einleiten und junge Assets wie Jonathan Kuminga und Brandin Podziemski ins Zentrum stellen?

Fakt ist: Ohne Moody fehlt die Länge gegen die großen Wings der Konkurrenz. Die Westen-Playoffs sind ohnehin ein Minenfeld aus Luka, SGA und Durant. Ein gesunder Moody hätte dieses Match-up verbessert. Jetzt bleibt nur die Frage, ob die Saison ohne ihn überhaupt noch eine Zukunft hat.

Die Uhr tickt. In sieben Tagen entscheidet sich, ob die Warriors im Play-In landen oder direkt in den Urlaub fahren. Mit Moody auf der Trage sieht die Rechnung düster aus.