Moreno und romero brennen für levante: „wir retten uns mit blanken zähnen“
Valencia bebt – und zwei Profis reden sich den Frust von der Seele. Matías Moreno und Iván Romero standen heute vor 400 Fans im Ciutat de València-Stadion, stellten sich jeder Frage, jeder Kritik. Ergebnis: ein Bekenner-Video statt Jammer-Stimmung. „Wir werden in der Primera bleiben, Punkt“, sagte Moreno. Kein Wenn, kein Aber.
Der argentinische innenverteidiger will die tabelle nicht mehr sehen
Die Niederlage gegen Girona und das späte 1:1 in Vallecas liegen noch in den Knochen. „Im Kabinenflur lagen wir am Boden, als hätten wir 0:5 verloren“, erinnert sich der Leihspieler der Fiorentina. „Aber der Trainer sagte: 24 Stunden Trauer, dann ist Schicht im Schacht.“ Sein Rezept: Sieg, Sieg, Sieg. „Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, brauchen wir keinem Ergebnis hinterherzulaufen.“
Die Fans wollten wissen, warum aus zwei sicheren Dreiern nur zwei Punkte wurden. Moreno zuckt mit den Schultern. „Wir haben beide Spiele dominiert, der Gegner kam kaum raus. Dann kassierst du in der Nachspielzeit ein Tor – das nagt.“ Er biss die Zähne zusammen, sofort wieder Angriffsmodus. „So ist LaLiga. Wer schlafen geht, wird bestraft.“

Romero befreit sich mit einem tor vom druck der statistik
Sieben Monate ohne Treffer – für einen Stürmer ein Albtraum. Gegen Real Oviedo plumpste der Ball zum 4:1-Endstand von Iván Romero ins Netz. „Ich habe gebrüllt wie ein Löwe“, sagt der Angreifer aus La Solana. „Endlich wieder ein Eintrag in der Torschützenliste. Die Ruhe kehrt zurück, auch wenn ich nie an mir gezweifelt habe.“
Dabei blieb die Freude nur kurz. Im Spiel danach pfiff der Schiedsrichter Pathe Ciss’ Handtor in Vallecas an. Romero schüttelt noch heute den Kopf. „Klarer Handspiel, das hätte nie gezählt. Die Videoschiedsrichter schweigen, wir müssen weitermachen.“ Er zieht sich die Kapuze über die Stirn. „Ärger bringt nichts. Die nächste Chance kommt am Samstag, da legen wir nach.“
Beide Spieler betonen, dass Luís Castro die Kabine fest im Griff hat. „Er erlaubt keine Selbstpity-Partys“, sagt Moreno. „Trainingsintensität steigt, die Leistungsträger führen, der Rest folgt.“ Romero nickt: „Wer nicht sprintet, fliegt raus. So einfach ist das.“
Die Aufgabe kristallisiert sich: fünf Finals bis Mai. „Wir müssen mindestens drei davon gewinnen“, rechnet Moreno laut vor. „Dann sind wir jenseits der 40 Punkte und gucken, was die anderen machen.“ Die Fans skandieren „¡A por ellos!“. Die Profis unterschreiben lautstark.
Am Ende bleibt ein Satz, der mehr ist als Motivation – es ist eine Drohung an die Konkurrenz. „Wir retten diesen Club mit blanken Zähnen. Wer uns jetzt abschreibt, kriegt den nächsten Schlag ins Gesicht.“
