Modrićs abschiedstournee: kroatien trotzt dem wandel

Zagreb bebt – nicht vor Erdbeben, sondern vor dem Abschied. Luka Modrić, das unvergessliche Herz der kroatischen Nationalmannschaft, führt sein Land in Richtung WM 2026, während eine neue Generation bereitsteht, seine Fußstapfen zu füllen. Ein Generationenwechsel, der für Aufregung und Unsicherheit gleichermaßen sorgt.

Die legende tanzt noch einmal

Die legende tanzt noch einmal

Mit 40 Jahren und nach dem Abschied vom Real Madrid könnte man meinen, Modrić hätte alles erreicht. Doch der Gedanke an den Rückzug vom internationalen Fußball scheint ihm fremd. Sein Engagement beim AC Mailand, wo er in 32 von 33 Serie-A-Partien zum Einsatz kam, beweist seine unbändige Leidenschaft und seinen unermüdlichen Einsatz. Eine Verletzung am Jochbein hat ihn zwar in den letzten Spielen außer Gefecht gesetzt, doch das ändert nichts an seinem Status als unangefochtene Führungsfigur.

Doch Modrić ist nicht allein. Eine Mischung aus erfahrenen Kräften und aufstrebenden Talenten bildet das Rückgrat der kroatischen Auswahl. Spieler wie Dominik Livakovic (Dinamo Zagreb), Mateo Kovacic (Manchester City), Ivan Perisic (PSV) und Andrej Kramaric (Hoffenheim) sorgen für Kontinuität und Erfahrung. Die Herausforderung besteht darin, diese Routiniers nahtlos mit der neuen Generation zu verbinden.

Die jungen Wilden: Luka Sucic (Real Sociedad) und Ante Budimir (Osasuna) aus der LaLiga, sowie Petar Sucic (Inter) und Josko Gvardiol (Manchester City) sind nur einige Namen, die in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen sollen. Gvardiol, obwohl er kaum Spielpraxis vorweisen kann, gilt als einer der größten Hoffnungsträger. Auch Josip Stanisic (Bayern), Luka Vuskovic (Hamburgo/Tottenham) und Martin Baturina (Como) drängen auf ihre Chance.

Trainer Zlatko Dalić hat eine breite Auswahl an Spielern zusammengestellt, darunter auch Ivan Smolcic (Como) und Lovro Majer (Wolfsburg), um die anstehenden Freundschaftsspiele gegen Belgien und Slowenien vorzubereiten. Die WM-Qualifikationsgruppe L mit England, Panama und Ghana verspricht eine spannende Aufgabe.

Die Erinnerung an das vorzeitige Ausscheiden bei der letzten Europameisterschaft schmerzt noch. Doch mit einem Kader, der sowohl Erfahrung als auch frischen Wind vereint, ist die Möglichkeit einer Verbesserung durchaus gegeben. Die Frage ist, ob die junge Garde in der Lage sein wird, den hohen Erwartungen gerecht zu werden und die Legende Modrić würdig zu vertreten.

Die kommenden Monate werden entscheidend sein. Kroatien steht am Scheideweg – zwischen dem Abschied von einer Ära und dem Beginn einer neuen. Und Luka Modrić, der Maestro im Zentrum, wird zweifellos eine Schlüsselrolle bei diesem Übergang spielen. Seine Leistung in der Serie A dieses Jahr war beeindruckend: 32 Einsätze, ein Beweis für seine außergewöhnliche Fitness und seinen unermüdlichen Willen.