Modena dreht matchball um und zwingt piacenza in die fünfte entscheidung
Erst hatte Piacenza den Matchball am Federfühler, dann war nur noch Modena am Netz. Die Valsa entriss den Gastgebern im Tie-break eine 2:0-Führung und zwängt die Serie damit in die fünfte und alles entscheidende Partie.
Das Spiel dauerte mehr als zwei Stunden, dreimal lag Modena mit 1:0 und 2:1 in Sätzen zurück, doch jedes Mal fand Antwort. Der dritte Satz war das Mikro-Bild der ganzen Nacht: zwei Asse von Buchegger in Serie, die Modena wieder ins Gleichgewicht hieven, ehe Piacenza den einzigen Satz souverän herunterspielte. Danach nichts mehr zu holen für die Gastgeber.

Mati trifft mit 91 prozent – eine zahl, die laut wird
Der zentrale Blockspieler Mati beendete den Abend mit 14 Punkten und einer verwandelten Angriffsquote von 91 %. Fünf Modena-Akteure landeten doppelt im Punktebereich, die Mitte dominierte, die Außen lieferten Konter. Piacenza fand kein Mittel gegen die Pressing-Formation der Gäste.
Modenas Coach Rotari konnte auf Sanguinetti zurückgreifen, der nach seiner Pause sofort in der Startformation stand. Bei Piacenza fehlte Comparoni die letzte Sprungkraft, weshalb Coach Laurenti auf den 19-jährigen Iyegbekedo setzte – ein riskanter Move, der sich im Viertel- und Fünftelsatz als Lücke erwies.
Im Tie-break legte Modena vor 3.400 Zuschauern einen 7:3-Start hin und ließ Piacenza nicht mehr ins Rennen. 23-25, 25-23, 23-25, 25-16, 7-15 lautet die endgültige Ansage. Die Serie steht 2:2, am Sonntag um 18 Uhr fällt in Modena die Entscheidung.
Die Play-off-Semifinale der Serie A1 sind damit zum Zitterschießen verkommen. Wer am Wochenende die Nerven behält, fährt zum Finale nach Conegliano – alle anderen können die Saison abhaken.
