Mls wirft jones und yeboah raus – lebenslange sperre wegen manipulationswetten
Die Major League Soccer hat mit einem Paukenschlag zwei Profis aus dem Verkehr gezogen: Derrick Jones und Yaw Yeboah sind lebenslang gesperrt. Grund sind systematische Wetten auf eigene Spiele – inklusive der Gelben Karte, die Jones sich im Oktober 2024 tatsächlich einhandelte.
Die wette war ein eigenes foul
Beim Spiel Columbus Crew gegen New York Red Bulls am 19. Oktober 2024 setzten bebeide Spieler darauf, dass Jones eine Gelbe Karte sieht. Die Karte kam. Die Liga spricht von „verdächtigen Wettmustern“, die eine externe Kanzlei untersuchte. Ergebnis: Jones und Yeboah haben über zwei Saisons hinweg auf Dutzende Partien gewettet – auch auf ihre eigenen Teams. Die MLS betont, dass keine Spielergebnisse manipuliert wurden. Doch das reicht nicht, um die Karrieren der beiden zu retten.
Jones, 131 MLS-Einsätze für Philadelphia, Nashville, Houston, Charlotte und Columbus, wurde sofort freigestellt. Yeboah, 2023 MLS-Cup-Sieger mit Columbus und zuletzt bei Los Angeles FC, wechselte im Januar nach China zu Qingdao Hainiu – sein Vertrag in den USA war bereits aufgelöst. Beide sind jetzt vom US-Profi-Fußball verbannt.

Mls zieht die reißleine – null toleranz mehr
Die Liga verschärft ihre Null-Toleranz-Politik. Wer auf sich selbst wettet, fliegt – ohne Rückkehrperspektive. Felipe Hernández von Sporting Kansas City musste 2024 denselben Weg gehen, bekam aber eine zweite Chance. Jones und Yeboah nicht. Die MLS will das Geschäftsmodell Sportwetten sauber halten, koste es welche Spielerkarriere auch immer.
Für Columbus Crew ist es ein Imageschaden. Der Klub gewann 2023 den Titel, nun steht er im Schatten von Manipulationsvorwürfen. Für die Liga ist die Sperre ein Signal: Glücksspiel und Platz gehören nicht zusammen. Wer das ignoriert, landet auf der schwarzen Liste – für immer.
