Milan-comeback: kein big-name konnte die rossoneri stoppen – jetzt droht der champions-league-hammer
Der AC Milan steht vor dem Sprung zurück in die Champions League – und das mit einem Rekord, der selbst Inter und Juve verstummen lässt: Gegen die Top-Six hat Milan in dieser Saison noch nicht einmal verloren. Die Pausedes Länderspiel-Zirkus nutzt Stefano Pioli, um seine Stars aufzuladen, allen voran Rafael Leão, der in Portugals Nominierungsschon gestrichen wurde und sich in Milanello auf den Endspurt einstellt.
Der beweis: milan spielt nur gegen die großen
Die Zahlen sind schonungslos. Milan hat beide Derbys gegen Inter gewonnen – das letzte Mal gelang das 2010/11. Gegen Napoli holte man vier Punkte, gegen Juventus und Roma blieb die Abwehr unterschieden. Doch wenn die Rossoneri auf Aufsteiger oder Mittelmaß treffen, verflüchtigt sich der Mut. „Wir sind ein Team für Finals“, sagt Pioli im Trainingslager, „und Finals gibt es nur gegen die Besten.“
Die Konsequenz: Milan kassierte erst 23 Gegentore – nur der Überraschungsaufsteiger Como ist mit 22 noch besser. Vor Jahresfrist hatte Milan bei gleicher Spielzeit schon 35 Gegentreffer hinnehmen müssen. Der Unterschied liegt im DetaiL: Tomori und Gabbia haben sich zu einer Mauer verbunden, Neu-Defender De Winter integrierte sich sofort. „Wir verteidigen mit sieben Spielern, nicht mit vier“, erklärt Keeper Maignan. Die Statistik bestätigt: 13 Mal hielt Milan die Null – mehr als jeder Konkurrent.

Der modric-faktor und die frage nach dem titel
Luka Modric, 39, flog trotz 18-Stunden-Flug nach Los Angeles für ein Freundschaftsspiel – und kam erholt zurück. „Er hat keine Knie, er hat Federn“, scherzt Pioli. Gemeinsam mit Rabiot bildet der Kroate das Herzstück einer Mittelfeld-Maschine, die mit und ohne Ball dominiert. Die Datenanalysten von DAZN zählen: Wenn Rabiot auf dem Rasen steht, gewinnt Milan 2,4 Punkte pro Spiel – ohne ihn nur 1,5.
Trotzdem bleibt Pioli auf Kurs. „Unser Ziel ist die Champions League, nicht die Meisterschaft“, betont er – öffentlich. Hinter verschlossenen Türen ist der Ton ein anderer. Bei acht Spielen Vorsprung auf Platz fünf kann Milan schon Mitte April planen. Und dann? Dann wird ausgerechnet der Maradona-Stadium zur Schicksals-Arena, wo Milan am 3. Mai in Neapel spielt. Ein Sieg dort würde nicht nur die Champions-League-Quali festzurren, sondern auch Napolis Titelhoffnung begraben.
Die Fans singen schon wieder „Pioli’s on fire“. Die Wahrheit: Milan brennt – und zwar mit der Coolness der Großen, die nur dann glüht, wenn es wirklich brennt.
