Norton-cuffy lockt milan – genoa verlangt rekordablöse für außenbahn-juwel
Brooke Norton-Cuffy jagt in der Serie A schon jetzt die Preise in die Höhe. Der 20-jährige Rechtsaußen von Genoa CFC lief am 20. März gegen Udinese Calcio dreimal die Seitenlinie hoch, zog Piotrowski und Bertola ins Verderben und schickte die Statistik-Computer in Overdrive: 24 Ballaktionen, 86 % Passquote, zwei gewonnene Tacklings in der gegnerischen Hälfte. Kein Wunder, dass Milan-Boss Geoffrey Moncada seit Wochen den Flugplan Genua-Mailand auf seinem iPad offen hat.
Die Rossoneri wissen: Ohne Backup auf beiden Außenbahnen droht der Champions-League-Traum zu kollabieren. Alexis Saelemaers wirkt nach seiner Rückkehr aus dem Leverkusen-Leihgeschäft nur in Phasen glaubwürdig, Bartesaghi ist 19 und noch Rohdiamant, Athekame spielt zwar in der Primavera wie ein Erwachsener, aber Serie A ist ein anderes Temperament. Die Lücke rechts ist Norton-Cuffy-shaped.
Genoa setzt die preisschraube auf 25 millionen
Andrea Blazquez, Sportchef des Grifone, lacht sich ins Fäustchen. Er hat den Engländer vor zwölf Monaten für 600.000 Euro Leihgebühr aus London mit Kaufoption geholt, jetzt verlangt er laut Sky Italia mindestens 25 Millionen Euro. Milan will sich mit einer Leihe plus Kaufoption querschlagen, Blazquez blockt: „Erst Ablöse, dann Gespräch.“ Die Kohle ist da: Der Verkauf von Lorenzo Colombo an Genoa (13 Mio. plus 40 % Weiterverkauf) wird nach der erwarteten Relegations-Mathematik am 8. Mai fix. Dasselbe Modell könnte für Pervis Estupiñan greifen, der in San Siro nur Kurzarbeit verrichtet und den Grifone als Ablöse-Draufgabe lockt.
Norton-Cuffy selbst schweigt, lächelt nur. In der Mixed Zone nach dem Udinese-Spiel: „Ich konzentriere mich auf den nächsten Gegner.“ Das klingt nach Standard-Phrase, aber sein Berater hat schon Milan-Klamotten im Koffer. Die englische U21 hat ihn für die EM-Endrunde in Polen nominiert, ein guter Auftritt dort zieht den Preis weiter nach oben. Milan muss also zügig handeln, bevor die Auktion startet.

Rechts außen wird zur cash-position
Die Taktik passt. Paulo Fonseca plant für 2026/27 mit einem 3-4-2-1, in dem die Außenverteidiger 70 % der Laufleistung stemmen. Norton-Cuffy bietet 1,81 m Sprintmasse plus 11 km Laufleistung pro Partie – Werte, die Theo Hernandez neidisch machen. Milan-Scout Dario Baccin schickte intern ein 40-seitiges Dossier: Zweikampfquote 58 %, progressives Tragen 9,3 pro 90 Minuten, nur Trent Alexander-Arnold liegt bei Premier-League-U21 höher.
Die Konkurrenz schläft nicht. Tottenham soll 30 Millionen Euro plus Dele-Alli-Rückkehr ins Spiel bringen, Newcastle plant eine Offerte mit Leihfrist und obligatorischem Kauf nach 30 Einsätzen. Milan hat aber eine Trumpfkarte: den guten Draht zu Genoa. De Winter, Colombo, Estupiñan – alle Transfers verliefen reibungslos. Beide Klubs tauschen gern Leihspieler wie Panini-Bilder, das erleichtert die Chemie.
Entscheidungstage: Nach der 35. Serie-A-Runde am 3. Mai will Milan ein erstes Angebot unterbreiten, bevor die Preisturbine durch die U21-EM erneut anzieht. Wenn der AC erst in die Quali-Runden der Champions League muss, steht die Kasse erst im August wieder offen – dann könnte Genoa längst einen neuen Ausrufezeichen-Preis verlangen. Die Uhr tickt. Und Norton-Cuffy? Der trainiert weiter, als wäre nichts. Aber er weiß: Der nächste Sprint kann ihn auf die große Bühne katapultieren – und die Rechnung seines Klubs in astronomische Höhen treiben.
