Milan: teure verspätungen – wo die strafgelder landen!
Der AC Milan zahlt für seine chronischen Verspätungen! Während die Rossoneri auf dem Weg zum Scudetto sind, füllen sie gleichzeitig die Kassen der Liga mit Strafgeldern. Einmal mehr zeigt sich, dass Pünktlichkeit im Profifußball offenbar nicht selbstverständlich ist – und teuer werden kann.
Maignan und rabiot: die hauptverursacher
Die jüngste Strafe von 25.000 Euro gegen den AC Milan für übermäßige Verspätungen beim Anpfiff und in der Halbzeitpause gegen Napoli ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Saisonbilanz beläuft sich bereits auf stolze 132.000 Euro! Verantwortlich für diesen Imageschaden und die leeren Kassen sind vor allem Torwart Mike Maignan und Mittelfeldspieler Adrien Rabiot, die regelmäßig zu spät ins Spiel kommen. Ein Verhalten, das Trainer Max Allegri, der einst den Mantra „Halma“ pflegte, sicherlich missbilligt.
Aber warum diese ständige Verspätung? Ist es eine bewusste Taktik, um dem Gegner den Rhythmus zu rauben? Oder steckt einfach nur mangelnde Disziplin dahinter? Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen – ein Mix aus Ablenkung, Routine und vielleicht sogar einem Hauch von Überheblichkeit. Die Analyse der Halbzeitpausen, die sichtlich zu lange dauert, trägt ebenfalls zu den Strafen bei.
Es ist nicht das erste Mal, dass der AC Milan mit Verspätungen auffällt. In der Vergangenheit wurden bereits hohe Strafgelder für Partien gegen Lecce, Bologna, Udinese, Roma, Verona, Fiorentina, Lecce (erneut), Roma (erneut), Parma, Inter und eben Napoli fällig. Eine traurige Bilanz, die zeigt, dass dieses Problem tief verwurzelt ist.

Von strafen zu feiern: das kulinarische ergebnis
Wo landen die gesammelten Strafgelder? Die meiste Summe geht an die Lega Serie A, die sie für soziale Zwecke einsetzt. Doch es gibt auch eine pikante Wendung: Ein Teil der Strafgelder fließt in die Vereinskasse und wird für interne Belohnungen verwendet. So wurde im Februar ein luxuriöses Dinner im Hotel Gallia in Mailand veranstaltet, bei dem rund 70 Personen – Spieler, Trainer, Mitarbeiter und Funktionäre – auf Kosten der Strafgelder schlemmen durften. Der Rechnungsbetrag dürfte sich in vierstelliger Höhe bewegt haben.
Und während die Spieler ihre kulinarischen Genüsse genießen, kann sich Max Allegri auf eines verlassen: Solange die Verspätungen anhalten, wird es weiterhin genug Geld für einen edlen toskanischen Wein geben. Ob er ihn schon bald auf einen weiteren Sieg anstoßen kann, bleibt abzuwarten.
