Milan kassiert rekordsumme für verspätungen – und wo das geld landet!
Rot-Schwarz in der Tasche: Der AC Milan hat in dieser Saison bereits eine beachtliche Summe an Strafen für übermäßige Verspätungen bei Einläufen und Halbzeitpausen bezahlt. 132.000 Euro – eine Summe, die die Frage aufwirft: Ist das nur schlechte Angewohnheit oder steckt mehr dahinter?
Die uhr tickt: maignan und rabiot als hauptverursacher
Gegen den SSC Neapel überschritt der Serie-A-Tabellenführer erneut die Toleranzgrenze. Zwei Minuten Verspätung zum Spielbeginn und weitere drei Minuten in der zweiten Hälfte brachten eine Strafe von 25.000 Euro ein. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Torwart Mike Maignan und Mittelfeldspieler Adrien Rabiot scheinen hier die Nase vorn zu haben, wenn es um das genaue Eintreffen auf dem Rasen geht. Ein Verhalten, das durchaus an die Philosophie von Juventus-Trainer Max Allegri erinnert, der stets auf Pünktlichkeit – oder eben deren Fehlen – achtet.

Mehr als nur zeitmanagement: taktik oder schicksal?
Die lange Analysephase kurz vor dem Wiederanpfiff und die sorgfältige Vorbereitung des zweiten Durchgangs dauerten offenbar zu lange. War es ein taktischer Schachzug, um den Gegner zu verunsichern? Oder vielleicht doch einfach nur eine Verkettung unglücklicher Umstände? Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Doch eines ist klar: Die Milan-Fans wünschten sich in solchen Momenten oft mehr Entschlossenheit und weniger Zögern.

Ein teures vergnügen: wo die strafgelder landen
Während der AC Milan mit einer Rekordsumme an Strafen hausieren kann, liegt Como Calcio mit „nur“ 21.000 Euro dahinter, gefolgt von Napoli und Udinese mit jeweils 8.000 Euro. Die Diskrepanz ist eklatant. Und wohin fließt das gesammelte Geld? In den meisten Fällen landet es bei der Lega Serie A und wird für soziale Zwecke verwendet. Die internen Strafen, die für zu spät zum Training oder Regelverstöße verhängt werden, werden hingegen anders verteilt – und zwar auf die nächste Mannschaftsfeier.

Luxusdinner für die rossoneri: eine kulinarische belohnung
So wurde im Februar ein luxuriöses Dinner im Hotel Gallia in Mailand finanziert, an dem rund 70 Personen teilnahmen, darunter Spieler, Trainer, Magazzinier und Funktionäre. Der Rechnungsbetrag dürfte für schwächere Nerven nicht geeignet sein. Ein Beweis dafür, dass sich Verspätungen eben auch lohnen können – zumindest kulinarisch. Trainer Max Allegri kann sich derweil darauf freuen, bald einen edlen Tropfen aus der Toskana in den Gläsern seiner Mannschaft zu sehen. Ob er sich das für seine nächste taktische Analyse reservieren wird, bleibt abzuwarten.
Die Serie A ist bekannt für ihre Dramatik – und manchmal auch für ihre kleinen Eigenheiten. Doch der AC Milan scheint mit seinen Verspätungen eine neue Tradition begründet zu haben. Eine Tradition, die dem Verein zwar teuer zu stehen kommt, aber zumindest für ein paar unvergessliche kulinarische Momente sorgt.
