Milan: jasharis aufstieg nach loftus-cheeks verletzung – allegri sieht in ihm einen spielmacher
Loftus-cheeks ausfall eröffnet neue möglichkeiten
Ardon Jashari erlebt derzeit einen beeindruckenden Aufwind beim AC Milan. Nach der Verletzung von Loftus-Cheek scheint sich für den jungen Schweizer eine große Chance zu eröffnen. In den letzten beiden Spielen des AC Milan hat Jashari fast so viel Spielzeit erhalten wie in den vorherigen sechs Monaten der Serie A zusammen. Konkret sammelte er gegen Como 90 Minuten und gegen Parma weitere 74 Minuten – insgesamt 164 Einsatzminuten. Zuvor hatte er in der gesamten Serie A lediglich 205 Minuten gespielt.

Jasharis steigende einsatzzeit
Sollte Jashari, wie erwartet, auch gegen Cremonese spielen, wird er in nur zwei Wochen seine gesamte Einsatzzeit der bisherigen Saison übertreffen. Es ist offensichtlich, dass seine Zeit gekommen ist. Die Verletzung von Loftus-Cheek öffnet ihm nun die Tür zum Stammplatz, der ihm bisher von der unantastbaren Doppelspitze Modrić-Rabiot und der Präsenz von defensiven Mittelfeldspielern wie Fofana oder Spielern von der Qualität Riccis versperrt wurde.

Allegri sieht in jashari einen spielmacher
Trainer Allegri sieht in Jashari einen Spielmacher, einen Spieler mit Qualitäten, die im Spielaufbau genutzt werden können. Um seinen Einsatz zu erleichtern, hat sich sogar ein Ballon d'Or-Gewinner bewegt. Modrić wich etwas zurück, um Jashari den Raum in einer zentraleren Position zu lassen. In anderen Situationen wechselten sich die beiden ab – eine korrekte Beschreibung wäre ein doppeltes Regista-System.

Statistiken sprechen für sich
Gegen Como bestritt Jashari sein bisher einziges vollständiges Spiel. Er lieferte die Vorlage zum Tor von Leão, seinen ersten Assists in der Serie A und überhaupt seinen ersten Ligavorlag seit März 2025 mit Brügge. Die Zahlen zeigen auch: Mit sechs Pässen (einer millimetergenau für einen Steilpass zu Rafa) war er der beste Spieler der Mannschaft in dieser Kategorie. Er gewann vier Bälle zurück und absolvierte insgesamt 70 Aktionen – der aktivste Mittelfeldspieler hinter Modrić.
Umstrukturierung des mittelfelds nach verletzungen
Die Umstrukturierung des Mittelfelds nach dem Ausfall von Loftus-Cheek und dem Rückschritt von Fofana eröffnet neue Szenarien mit einem möglichen Protagonisten: Gegen Parma versuchte er auch vehement den Torerfolg mit vier Schüssen, von denen zwei aufs Tor gingen und zwei daneben. Er möchte die verlorene Zeit nach einem unglücklichen Saisonstart wieder aufholen. Ende August kostete ihn ein Zweikampf im Training mit Giménez der Wadenbeinbruch.
Jasharis weg zum ac milan
Der AC Milan hat sich um den Neuzugang Rabiot neu formiert. Modrić als Spielmacher, Adrien als Allrounder und Fofana in der Defensivarbeit. Die jüngste Variante sah in Loftus-Cheek den muskulösen Spieler in der Linie. Nun könnte Allegri die Qualität belohnen, mit Jashari erneut in der Startelf in Cremona. Die Alternative ist Ricci, ein weiterer Spieler, den Max als erweiterten Stammspieler betrachtet.
Ein langer weg zum erfolg
Jasharis Engagement beeindruckt auch durch den Sommer-Marathon, den er absolvierte und der ihn Anfang August nach Mailand brachte, nachdem er für über 30 Millionen Euro von Brügge verpflichtet worden war. Sein Debüt in der Liga gegen Cremonese diente dazu, San Siro kennenzulernen, bevor er sich lange verletzte. In der Serie A sah man ihn erst Ende Dezember wieder. Mitte Januar in Florenz sein erstes Startelf-Spiel, in San Siro zum ersten Mal in der Startelf beim Sieg gegen Lecce. Weitere zwei kurze Einsätze gegen Como und Bologna und nun die aktuelle Situation mit den Spielen gegen Como (Nachholspiel in Mailand) und Parma. Mit dem Rückenwind des AC Milan kann er auch für die Schweiz spielen und einen Platz für die Weltmeisterschaft finden. Er hat noch nie an Qualifikationsspielen teilgenommen, weil er verletzt war, aber 2025 wurde er als Stammspieler angesehen. Sein Debüt gab er 2022, als Ardon gerade 20 Jahre alt war und für Luzern spielte. Lange bevor er der beste Spieler der belgischen Liga mit Brügge wurde und viel früher, bevor er als Auserwählter zum AC Milan kam: Jetzt ist es an der Zeit, das zu beweisen.
