Milan in der torflaute: allegri plantzt angriffsumstellung!
Mailand atmet auf – oder auch nicht. Die Offensive des AC Milan präsentiert sich in erschreckender Form, während der SSC Neapel und Inter Mailand davonziehen. Die alarmierenden Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 23 Treffer in 31 Spielen – ein Wert, der selbst Arsenal und Napoli in den Schatten stellt. Kann Trainer Max Allegri die drohende Krise abwenden, oder ist der Scudetto bereits außer Reichweite?
Die offensive dümpelt vor sich hin
Die Verantwortlichen im San Siro müssen sich Sorgen machen. Christian Pulisic, Rafael Leao, Christoph Nkunku, Santiago Giménez und Niclas Füllkrug haben in dieser Saison kaum überzeugt. Leao erzielte neun, Pulisic acht, Nkunku gerade mal fünf Tore. Giménez blieb komplett leer aus, und Füllkrug traf lediglich einmal. Die Summe ist mager, besonders wenn man bedenkt, dass die Top-Teams Europas deutlich besser dastehen. Paris Saint-Germain und Lens weisen jeweils 39 Treffer auf, Barcelona 38, der Real Madrid 36 und Inter Mailand sogar 35.
Die Erinnerung an bessere Zeiten schmerzt. Im Vorjahr hatten Pulisic und Yacine Adli jeweils neun Tore erzielt, im Jahr zuvor glänzte Olivier Giroud mit 13 Treffern, und Leao traf zwölf Mal. Der aktuelle Trend ist alarmierend und deutet auf eine deutliche Schwäche in der Offensive hin.

Allegri experimentiert: das 3-5-2-system könnte die lösung sein
Was kann Allegri tun, um die Offensive wieder zum Leben zu erwecken? Nach der Partie gegen Neapel gab er erstmals zu, über eine Umstellung auf ein 3-5-2-System nachzudenken. „Wir werden sehen, ob wir das Trio von Beginn an einsetzen können“, äußerte sich der Coach. Das Spiel gegen Udinese Calcio am Samstag könnte die perfekte Gelegenheit für diesen Versuch bieten. Ein Heimspiel gegen eine Mannschaft der unteren Tabellenhälfte, gegen die die schnellen Außenspieler in Fahrt kommen könnten.
Für die neue Dreierreihe würden sich Pulisic und Leao anbieten, wobei Leaos Fitnesszustand noch fraglich ist. Giménez und Füllkrug kämpfen um die Position im Sturmzentrum. Nkunku könnte auf die Außenbahn rücken, was eine taktische Neuerung bedeuten würde. Defensiv müsste Allegri auf eine Viererkette umstellen, wobei die Entscheidung über den rechten Verteidiger noch aussteht: Soll Tomori gesetzt sein, oder bekommt Azakane das Vertrauen?
Saelemaekers könnte der Leidtragende dieser Umstellung sein. Für Allegri ist er kein idealer Rechtsverteidiger, und er müsste sich gegen die Konkurrenz um einen Platz behaupten. Doch für ihn wäre es eine willkommene Gelegenheit, zumindest für eine Halbzeit, unter der Sonne des San Siro zu spielen.
Die Zahlen lügen nicht: Der AC Milan braucht dringend eine Veränderung in der Offensive. Ob Allegris taktische Neuerung den gewünschten Effekt hat, wird sich am Samstag gegen Udinese zeigen. Ein Sieg ist Pflicht, um die Hoffnung auf den Scudetto nicht endgültig aufzugeben.
