Milan in der torflaute: allegri plantzt angriffsumstellung!
Der AC Milan steckt in einer alarmierenden Ergebniskrise. Während die Konkurrenz reihenweise Tore markiert, bleibt der Angriff der Rossoneri blass. Die Bilanz spricht eine deutliche Sprache: Nur 23 Treffer in 31 Spielen – ein Wert, der weit hinter den Top-Teams Europas zurückbleibt und die Meisterschaftträume in weite Ferne rückt.
Die zahlen lügen nicht: ein vergleich mit der konkurrenz
Die Diskrepanz ist erschreckend. Während der FC Bayern München, Paris Saint-Germain, Real Madrid und Inter Mailand ihre Offensiven in Topform präsentieren, ringt der Milan mit seiner Torflaute. Allein Inter schraubte seine Trefferquote auf beeindruckende 35 Tore. Der Abstand ist gewaltig, und die Verantwortlichen müssen dringend handeln. Die Angreifer Leao, Pulisic, Nkunku, Gimenez und Füllkrug konnten in der bisherigen Saison lediglich 23 Treffer erzielen – eine magere Ausbeute, besonders im Vergleich zu den Top-Klubs Europas. Der FC Bayern kommt auf 39, Lens auf 39, Barcelona auf 38 und Real Madrid auf 36. Nur Arsenal und Napoli sind noch schlechter aufgestellt als der Milan.
Die Ausbeute der Einzelspieler ist ebenfalls enttäuschend: Leao erzielte neun Tore, Pulisic acht, Nkunku fünf, Füllkrug nur einen und Gimenez blieb bisher torlos. Ein alarmierendes Zeichen, das zeigt, dass die Offensive des Milan dringend neue Impulse benötigt.

Allegri wagt den umbruch: das 3-5-2-system im visier
Um die Trendwende zu erzwingen, scheint Trainer Max Allegri zu einer drastischen Maßnahme zu greifen. Nach der Partie gegen Napoli gab er erstmals die Möglichkeit eines Einsatzes einer Dreier-Angriffskette zu. „Wir könnten das Trio bereits ab der ersten Minute sehen, aber das hängt vom Zustand der Spieler ab“, erklärte Allegri. Christian Pulisic, der nach seiner Rückkehr aus den USA noch etwas müde wirkte, scheint für Samstag gegen Udinese bereit zu sein, während Leao aufgrund seiner Verletzungspause noch vorsichtiger eingesetzt werden muss.
Die Partie gegen Udinese bietet dem Milan die ideale Gelegenheit, das neue System zu testen. Die Mannschaft spielt vor heimischer Kulisse und trifft auf ein solides, aber nicht übermächtiges Team. Für die Positionen in der Angriffskette stehen mehrere Spieler zur Verfügung, darunter Gimenez, der zuletzt in Form ist, und Füllkrug. Nkunku könnte stattdessen eine Rolle über die Außenbahn spielen.
Ein Umbruch im System würde auch Veränderungen in der Defensive mit sich bringen. Allegri könnte auf eine Vierer-Abwehrkette setzen und dabei eine Entscheidung über den Rechtsverteidiger treffen. Sollte Tomori ausfallen, könnte Athekame mit seiner Vorwärtsbewegung die Offensive verstärken. Saelemaekers, der bisher als flexibler Spieler auf verschiedenen Positionen eingesetzt wurde, könnte hingegen auf der Bank landen und sich mit der Situation abfinden müssen. Doch für den Belgier ist dies nur eine vorübergehende Belastung – ein sonniger Nachmittag in San Siro ist schließlich kein allzu schlechter Trost.
Die Entscheidung von Allegri, zu einem 3-5-2-System zu tendieren, ist ein klares Signal an die Mannschaft: Es gilt, die offensive Schwäche zu überwinden und die Punktejagd wieder aufzunehmen. Ob die Umstellung zum Erfolg führt, wird sich am Samstag gegen Udinese zeigen. Eine Sache ist jedoch sicher: Die Rossoneri müssen endlich wieder treffen, wenn sie noch eine Chance auf die Meisterschaft haben.
