Milan in der krise: allegri plantzt angriffsumstellung!
Die Rossoneri bangen um die Champions League – und die Fans fragen sich, wo die Tore geblieben sind. Nach einer verkrampften Saison, in der die Offensive kaum glänzt, könnte Trainer Max Allegri eine drastische Kehrtwende planen: ein 3-5-2 mit einem echten Angriffstriumvirat. Doch reicht das, um den Abwärtstrend zu stoppen und die Scudetto-Träume nicht endgültig begraben?
Die zahlen lügen nicht: milans angriff ist ein fass ohne boden
Während die Konkurrenz in der Serie A ihre Netze regelmäßig zum Vibrieren bringt, ringt der AC Milan mit einer erschreckenden Torflaute. Nur 23 Treffer in 31 Spielen – das ist eine Leistung, die in den Top-Ligen Europas kaum zu finden ist. Im Vergleich: Paris Saint-Germain, Lens, Barcelona und Real Madrid haben schon deutlich mehr Tore erzielt. Selbst Arsenal und Napoli, die ebenfalls nicht mit Glanzleistungen prahlen, liegen vor den Mailändern. Die Fakten sind unerbittlich: Milans Offensive braucht dringend eine Aufwertung. Christian Pulisic und Rafael Leao, die auf dem Papier zu den gefährlichsten Spielern der Liga gehören, haben in dieser Saison bisher deutich unter ihren Möglichkeiten gespielt.
Die Verteilung der Treffer ist ebenso alarmierend. Leao, Pulisic, Nkunku, Gimenez und Füllkrug – die vermeintlichen Angreifer – haben zusammen lediglich 23 Tore erzielt. Ein erschreckender Kontrast zu den Top-Teams in Europa. Die Situation erinnert an die vergangene Saison, als auch hier keine Spieler die magische Zehner-Marke erreichte.

Allegri denkt in dreierreihe: wer profitiert von der neuen taktik?
Doch nun scheint Allegri die Segel zu streichen und eine ungewöhnliche Lösung in Betracht zu ziehen: ein 3-5-2 mit gleich drei Offensivspielern. Die Idee ist verlockend – mehr Feuerpower im Sturm könnte die Abstimmung in der Offensive beleben. Pulisic, der nach seiner Rückkehr von der Nationalmannschaft wieder an seine frühere Form anknüpft, könnte eine wichtige Rolle spielen. Leao, obwohl er nach seiner Verletzungspause noch nicht bei 100 Prozent ist, besitzt weiterhin das Potenzial, ein Spiel entscheidend zu beeinflussen. Giménez steht als möglicher Stoßstürmer bereit, während Füllkrug als Alternative in der Hinterhand wartet. Nkunku könnte sich in einer äußeren Position neu erfinden.
Das Spiel gegen Udinese am Samstag bietet die ideale Gelegenheit, diese neue Taktik zu testen. Die Bianconeri sind zwar ein unangenehmer Gegner, aber gegen schnelle Flügelspieler sind sie anfällig. Die Frage ist, ob diese neue Formation Milans Angriffsprobleme wirklich lösen kann. Saelemaekers könnte dabei das Fressen haben, da seine Rolle im neuen System fraglich ist.
Die Entscheidung von Allegri könnte der Wendepunkt für den AC Milan sein. Oder sie ist nur ein verzweifelter Versuch, die Saison noch zu retten. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob die Rossoneri ihre Offensivkrise überwinden und doch noch die internationalen Plätze erreichen können. Die Uhr tickt.
