Milan in der krise: allegri plantzt angriffsumstellung!

Der AC Milan steckt in einer alarmierenden Torflaute, die die Scudetto-Ambitionen gefährdet. Während die Konkurrenz reihenweise trifft, ringen die Rossoneri mit ihrer Angriffslähmung – ein Zustand, der Coach Stefano Allegri zu drastischen Maßnahmen zwingt.

Die offensive im tal

Die Zahlen sind eindeutig: Mit lediglich 23 Treffern in 31 Spielen hinkt der Angriff des Milan hinter den Top-Teams in Europa hinterher. Die Inter, mit 35 Toren, setzt ein deutliches Zeichen. Die Situation ist so gravierend, dass selbst die Hoffnung auf eine Vorentscheidung im Titelrennen schwindet. Ein Blick auf die Einzelstatistiken offenbart ein düsteres Bild: Leao, Pulisic, Nkunku, Giménez und Füllkrug – die Angreifer, auf die Milan setzt, konnten in dieser Saison kaum überzeugen. Leao erzielte neun Tore, Pulisic acht, Nkunku nur fünf, Füllkrug einen und Giménez blieb komplett ohne Torerfolg.

Ein Vergleich mit der internationalen Elite wirft ein Schlaglicht auf die Problematik: Paris Saint-Germain und Lens liegen bei 39 Toren, Barcelona bei 38, Real Madrid bei 36. Selbst Arsenal und der SSC Neapel sind mit 22 bzw. 21 Toren besser aufgestellt als der AC Milan. Ein erschreckendes Fazit für die Fans in Mailand.

Die vergangene Saison bot noch ein deutlich anderes Bild. Im Jahr 2023/24 war Giroud mit 13 Toren Leistungsträger, und auch Leao erzielte in der Saison 2022/23 zwölf Treffer. Die aktuelle Misere steht in krassem Gegensatz dazu.

Allegri denkt über ein riskantes system nach

Allegri denkt über ein riskantes system nach

Um die Trendwende zu erzwingen, erwägt Allegri einen mutigen Schritt: die Umstellung auf ein 3-5-2 System mit einem Dreiersturm. Nach dem Spiel gegen Neapel sprach der Trainer erstmals öffentlich über diese Option. „Wir könnten den Dreiersturm von Beginn an sehen, aber das hängt von der Fitness ab“, erklärte Allegri, der anmerkte, dass Pulisic noch nicht bei voller Form ist, während Leao nach seiner Verletzungspause vorsichtig aufgebaut wird.

Das anstehende Spiel gegen Udinese bietet die ideale Gelegenheit, das neue System zu testen. Auf dem Papier ist es ein machbares Duell gegen ein Team aus der Tabellenmitte, das gegen schnelle Flügelspieler möglicherweise Schwierigkeiten haben könnte. Die Frage ist, wer in der neuen Angriffskonstellation zum Einsatz kommt. Leao, der noch nicht zu voller Fitness zurückgekehrt ist, könnte zunächst nur eine untergeordnete Rolle spielen, während Pulisic aufgrund seiner jüngsten Leistungen gute Chancen hat.

Die Umstellung auf das 3-5-2 würde das Spiel des Milan grundlegend verändern. Ein klassischer Mittelstürmer, entweder Giménez oder Füllkrug, wäre unverzichtbar. Nkunku müsste möglicherweise auf die Außenbahn weichen. Auch in der Defensive sind Anpassungen notwendig, insbesondere bei der Wahl des rechten Verteidigers. Tomori ist gesetzt, aber auch Adli könnte eine Option sein, um mehr Offensivgeist in das Spiel zu bringen. Saelemaekers könnte in dieser Konstellation zum Achillferse werden, da er nicht als Rechtsverteidiger vorgesehen ist – eine Situation, die ihm langfristig schaden könnte, obwohl er im Moment mit dem Gedanken an ein paar freie Nachmittage am Mailänder Kanal kaum etwas aussetzen könnte.

Die Stunde der Wahrheit naht. Ob Allegri mit seiner taktischen Neuerung den Knoten löst oder ob die Torflaute den Milan weiter in den Abgrund ziehen wird, wird sich am Samstag gegen Udinese zeigen. Die Fans hoffen auf ein Wunder, während die Experten die Situation mit großer Sorge beobachten.