Milan in der krise: allegri plantzt angriffsoffensive an!

Es ist Alarmstufe Rot im San Siro: Der AC Milan versäumt den Sprung nach vorne und die Titelträume schmelzen dahin. Die Offensive der Rossoneri zeigt seit Wochen erschreckende Schwächen und die Konkurrenz zieht unaufhaltsam davon. Kann Trainer Max Allegri die Wende herbeiführen?

Die torflaute der stürmer

Die Zahlen lügen nicht: Während die Top-Teams in Europa reihenweise Tore erzielen, ringen Milans Angreifer um jeden Treffer. Nur 23 Tore in 31 Spielen – das ist eine magere Ausbeute, die selbst Arsenal und Napoli in den Schatten stellt. Die Konkurrenz derart zu unterbieten, ist schlichtweg unmöglich. Leao, Pulisic, Nkunku, Gimenez und Füllkrug haben in dieser Saison kaum überzeugt. Leaos 9 Treffer sind zwar die höchste individuelle Ausbeute, doch auch das reicht bei Weitem nicht aus, um die Lücke zu schließen. Die Offensive wirkt ideenlos und ohne Durchschlagskraft.

Ein Vergleich mit den Top-Teams ist ernüchternd: Paris Saint-Germain und Lens haben bereits 39 Tore erzielt, Barcelona 38, Real Madrid 36 und selbst die Inter Mailand kommt auf beeindruckende 35 Treffer. Das zeigt deutlich, wo Milan in der Hackordnung steht.

Die Bilanz der letzten Spiele ist erschreckend: 0 Tore gegen Neapel, nur 3 gegen Turin, wieder 0 gegen Rom und Lazio, lediglich 1 gegen Cremona, und erneut 0 gegen Parma. Die Nullnummern häufen sich und die Fans sind frustriert.

Allegri’s gambit: das 3-5-2 system

Allegri’s gambit: das 3-5-2 system

Um die Trendwende zu erzwingen, scheint Allegri zu einer drastischen Maßnahme zu greifen: Er denkt ernsthaft über eine Umstellung auf ein 3-5-2 System nach. “Wir könnten das Trio von Beginn an sehen, aber das hängt vom Zustand der Spieler ab”, erklärte der Coach nach dem Spiel gegen Neapel. Die Vorbereitung ist noch im Gange, aber die Zeichen stehen auf eine offensive Neuausrichtung.

Das Spiel gegen Udinese am Samstag bietet eine ideale Gelegenheit, dieses System zu testen. Die heimstarke Mannschaft könnte von der Schnelligkeit der Flügelspieler profitieren. Dabei winkt ein harter Kampf um die Plätze im Angriff. Leao dürfte gegen Udinese noch nicht in Topform sein, während Pulisic, der nach seinem USA-Aufenthalt zwar etwas müde ist, aber zuletzt mehr Einsatzzeit erhielt, gute Chancen hat. Gimenez könnte sich gegen Füllkrug durchsetzen, die Entscheidung liegt bei Allegri.

Die Umstellung würde das Spiel des Milan grundlegend verändern. Ein echter Mittelstürmer, wie Gimenez oder Füllkrug, wäre gefragt, während Nkunku möglicherweise auf die Außenbahn weichen müsste. Auch in der Abwehr müssen Entscheidungen getroffen werden: Soll Tomori gesetzt sein oder bekommt Athekame die Chance, offensiver zu agieren? Saelemaekers könnte als potenzielles Opfer der Umstellung enden, doch im Moment ist der Belohnungswert eines sonnigen Tages in San Siro ihm gewiss.

Denn eines ist klar: Die aktuelle Situation ist untragbar. Milan muss dringend wieder in Tritt kommen, wenn die Ambitionen auf die Champions-League-Plätze ernst genommen werden sollen. Die Entscheidung von Allegri wird entscheidend sein, ob der AC Milan den Anschluss an die Spitze nicht verliert. Die Zeit drängt.