Milan droht der champions-league-ausfall – allegri vor dem aus, modric vor dem abgang
Ein 0:2 in Reggio Emilia gegen den FC Sassuolo, zwei Punkte Vorsprung auf Juventus, drei auf Roma – und plötzlich wird die Luft im San Siro dünn. Der AC Milan steht mit dem Rücken zur Wand. Verpasst der Klub die Königsklasse, bröckelt das ganze Kartenhaus.
Allegri zittert um 100-millionen-budget
Max Allegri hatte sich beim Comeback die Champions League als Minimum ausbedungen. Fällt die Qualifikation flach, entfällt laut internen Papieren nicht nur das satte TV-Geld, sondern auch die Garantie für ein Transfer-Budget von rund 100 Millionen Euro. Der Vertrag des Trainers läuft zwar bis 2027, doch ohne Europas Elite droht ein Frühjahrs-Exit. Die Nachfolge-Suche läuft bereits. Roberto Mancini schielt auf die Nazionale, Maurizio Sarri wartet im Hintergrund.
Der Fall Akanji war erst der Anfang. Der Schweizer Innenverteidiger wählte 2023 Inter, weil Milan keine CL-Sicherheit bot. Drei Punkte trennen die Rivalen aktuell – und die Nerazzurri feierten am Wochenende bereits die 21. Meisterschaft. Für Milan-Fans ein Schlag ins Gesicht, für die Geschäftsführung ein Albtraum.

Modric will titel – nicht europa league
Luka Modric kam im Winter, um mit seinem Lieblingsclub aus Kindheitstagen endlich einen Titel zu holen. Der Kroate verdient 4,5 Millionen Euro netto, doch der Traum zerbricht, falls Milan nur in der Europa League spielt. Intern heißt es: „Er wird nicht noch ein Jahr in der zweiten Reihe dribbeln.“ Gleiches gilt für Leon Goretzka, Alexander Sørloth und Gonçalo Ramos. Alle drei stehen auf der Sommer-Liste – alle drei signalisierten: Keine CL, keine Unterschrift.
Die Gehaltsmaschine droht zu kollidieren. Rafael Leão kostet 31 Millionen Euro brutto pro Jahr, Christian Pulisic und Mike Maignan kommen zusammen auf 24 Millionen. Ohne Champions-League-Einnahmen müssen mindestens zwei Top-Verdiener gehen, um das Gehaltslimit der Serie A nicht zu sprengen. Pavlovic und Rabiot gelten als verkäuflich, doch der Markt ist kalt. Ein Verkauf unter Wert würde den Bilanzverlust weiter treiben.

Der countdown läuft: noch drei spiele
Am 19. Mai endet die Saison. Milan muss gegen Cagliari, Torino und Atalanta punkten. Juventus empfängt Bologna und Monza, Roma reist nach Udinese. Die Rechnung ist simpel: Nur ein Ausrutscher darf passieren. Verliert Milan in Bergamo und Juve gewinnt beide Partien, fliegt der Klub erstmals seit 2014 wieder aus den Top Vier.
Die Kurve im San Siro skandierte bereits „Allegri vattene“. Die Leitung schweigt. Doch hinter den Kulissen tickt die Uhr. Kein CL-Platz, kein Geld. Kein Geld, kein Modric. Kein Modric, kein neues Gesicht. Der Teufel steht am Scheideweg – und die Hölle nennt sich Europa League.
