Mijatovic warnt riquelme: real-präsidentschaft jetzt verfrüht!
Madrid – Pedja Mijatovic, einst gefeierter Torschütze im Champions-League-Finale und später Sportdirektor des Real Madrid, hat dem aufstrebenden Unternehmer Enrique Riquelme eindringlich geraten, seine Ambitionen, sich gegen Florentino Pérez um den Präsidentenposten zu bewerben, vorerst ruhen zu lassen. Seine Worte, geäußert im spanischen Radioprogramm 'El Larguero', lassen wenig Raum für Interpretationen: Der Zeitpunkt sei schlichtweg unpassend.
Die strategie des wartens: ein kluger rat
Mijatovic, der Riquelme und dessen Vater, der einst im Vorstand von Ramón Calderón saß, gut kennt, sieht die Situation pragmatisch. „Enrique ist ein junger, erfolgreicher Geschäftsmann, der sich insgeheim den Traum vom Präsidentenamt wünscht. Aber jetzt? Jetzt ist es zu früh. Eine Wahlkampagne in so kurzer Zeit zu führen, ist kaum möglich. Er hat noch alle Zeit der Welt, und ein Duell mit Florentino Pérez ist keine leichte Aufgabe.“ Der ehemalige Stürmerstar betont, dass er Riquelme, sollte dieser ihn kontaktieren, zur Vorsicht mahnen würde. „Es wäre ein unnötiger Eingriff in eine komplizierte Situation.“
Die Entscheidung von Florentino Pérez, Neuwahlen auszulösen, sieht Mijatovic im Kontext der jüngsten sportlichen Misserfolge. „Zwei Jahre ohne Titel sind im Bernabéu wie zehn Jahre in jedem anderen Verein. Wenn Gerüchte über mögliche Nachfolger aufkommen, ist das eine Möglichkeit, die Spekulationen zu beenden – und gleichzeitig die Macht zu demonstrieren.“ Er beschreibt einen sichtlich verärgerten Pérez, den er so noch nicht erlebt habe, aber betont, dass dies eben seine Art sei, mit Druck umzugehen.

Umbruch im bernabéu: spieler verkaufen, um zu gewinnen
Doch Mijatovic geht weit über die politische Ebene hinaus. Er sieht dringenden Handlungsbedarf im sportlichen Bereich. „Ich bin ein großer Mourinho-Fan“, erklärt er, „aber das Problem liegt nicht am Trainer, sondern an den Spielern.“ Nach zwei Jahren ohne Titel müsse man „schwierige Entscheidungen treffen, Spieler gehen lassen und neue Talente fördern.“ Er spricht offen über die Notwendigkeit, selbst etablierte Spieler abzugeben, selbst wenn sie als „Idole“ gelten.
Und dann kommt der überraschende Vorschlag: „Vielleicht müssen wir uns sogar ernsthaft überlegen, einen der beiden Stars, Mbappé oder Vinícius, zu verkaufen. Das ist keine leichte Entscheidung, aber manchmal muss man eben radikal sein. Der Fußball ist kompliziert, und man muss bereit sein, Fehler einzugestehen und zu handeln, sonst verbessert sich nichts.“
Die kommenden Monate werden entscheidend sein für die Zukunft des Real Madrid. Mijatovic’ Einschätzung ist klar: Es braucht Mut, Entschlossenheit und die Bereitschaft, Konventionen zu brechen, um die Erfolgsgeschichte des Clubs fortzuschreiben. Denn eines ist gewiss: In Madrid zählt nur der Titel.
