Messi ballert im bombonera: argentinien lädt mauretanien und sambia zum wm-test

Keine WM-Generalprobe gegen Spanien, dafür Doppelpack im heiligen Bombonera: Lionel Messi und Co. treffen Ende März auf Mauretanien und Sambia – zwei Gegner, die der Weltmeister sich selbst ausgesucht hat, um vor dem Sommer in Katar noch einmal Dampf zu machen.

Warum ausgerechnet diese gegner?

Die Antwort lautet: Spielrhythmus statt Glamour. Nachdem die „Finalissima“ gegen Spanien wegen der Nahost-Eskalation geplatzt ist, suchte Argentinien kurzfristig Ersatz, der innerhalb des FIFA-Fensters passt. Mauretanien springt am 27. März ein, vier Tage später folgt Sambia – beide Partien im Estadio Alberto J. Armando, dem Wohnzimmer von Boca Juniors. Die FIFA verbietet zwei Kontinentalflüge innerhalb eines Nationalteam-Fensters; deshalb durfte Guatemala, das zuvor in Italien auf Algerien trifft, nicht nach Buenos Aires reisen.

Für Messi ist das ein Heimspiel im wahrsten Sinne des Wortes. Er trainierte als Jugendlicher auf diesen Rasen, feierte hier seine ersten Titel. Jetzt kehrt er zurück, um vor eigenem Publikum die letzten Automatismen einzuschleifen. Die Gegner mögen keine Hausnummern sein, aber sie liefern genau das, was Lionel Scaloni braucht: Tempo, Platz, Unbeschwertheit.

Was das öfb-camp beobachtet

Was das öfb-camp beobachtet

In Wien haben Analysten bereits die Kalender markiert. Österreich trifft in Katar auf Argentinien – und jetzt bekommen sie zwei Live-Proben geliefert. Mauretanien stellt mit dem 1,96-m-Stürmer Aboubakar Kamara einen Luftkampfspieler, den man auch in europäischen Sturmreihen findet. Sambia bringt dagegen Tempo über die Außenbahnen, ein Warnschuss für die ÖFB-Abwehr, die sich auf Konter einstellen muss.

Die Argentinischen Medien sprechen bereits vom „Mini-Copa“ im Bombonera. Tickets sind binnen Stunden vergriffen, die Straßen rund um La Boca werden zur Fan-Zone erklärt. Wer vor Ort ist, erlebt kein Freundschaftsspiel, sondern eine Pulsschlag-Übung vor dem großen Ziel. Denn wer Weltmeister ist, spielt nicht gegen den Gegner – er spielt gegen die Erwartung.

Am 27. März geht’s los, Anstoß 20.30 Uhr Ortszeit. Dann rollt der Ball, und mit ihm die Frage, ob Messi&Co. noch eine Gang hochschalten können. Die Antwort wird nicht in Mauretanien oder Sambia fallen, aber sie wird lauter werden – bis nach Katar hallt.