Mercedes schlägt doppelpass: sprint-coup in china und 24-prozent-attacke auf alpine
Shanghai, 13. März, 14:49 Uhr Ortszeit – während George Russell und Kimi Antonelli die Sprint-Quali dominieren, unterschreibt der Stern im Hinterzimmer schon den nächsten Check. Mercedes will 24 Prozent an Alpine – und Briatore lacht sich schorfig ins Fäustchen.
„Drei, vielleicht vier Interessenten“ – so flapsig bestätigt der 75-jährige Superberater aus dem Paddock heraus, dass Otro Capital seine Alpine-Anteile loswerden will. Die US-Investmentfirma, an der Basketball-Ikone Michael Jordan und Schauspieler Ryan Reynolds beteiligt sind, hatte im Oktober 2023 eingestiegen – inzwischen liegt die Bewertung der Franzosen knapp unter einer Milliarde Dollar.
Warum mercedes plötzlich bei renault anklopft
Seit dieser Saison trudelt in Enstone bereits Mercedes-Power durch die Kühlrippen – ein Deal, den Briatore persönlich eingefädelt hat. Sollte der Brite nun auch die Anteile schlucken, wäre die Brücke endgültig gebaut. Keine Technikpartnerschaft light, sondern echte DNA-Verschmelzung. Der Plan: Synergien in Entwicklung und Personal, kostengünstiger B-Team-Status, aber Stimmrecht? Fehlanzeige.
Denn die Kontrollmehrheit behält Renault – und Briatore betont mit italienischer Geste: „Die Entscheidungen trifft, wer 75 Prozent hält. Der Rest sind nur Mitfahrer.“ Kein Wunder, dass Toto Wolff laut Flavio „nichts damit zu tun hat“. Der österreichische Mercedes-Teamchef soll nicht einmal den Koffer mit den Verträgen tragen.
Die geister, die ich rief: red bull als vorbild, aber anders
Red Bull hat mit AlphaTauri/RB längst bewiesen, dass ein Zweitteam funktioniert – Mercedes will nun nachziehen, ohne offiziell ein Satellitenprojekt zu gründen. Die Strategie: stiller Einfluss statt lauter Marken-Doppelung. Kein Neuteam, keine Wildcard, aber ein Hintertürchen für Talente, Testlaufbahnen und Budgettricks.
Briatore schaufelt das Feuer weiter: „Ich als Eigentümer? Null Interesse. Ich nehme lieber heißes Popcorn und schaue zu.“ Ein Satz, der gleichzeitig Abstand wahrt und den Preis in die Höhe treibt. Je lockerer er klingt, desto heißer wird das Bieterrennen.
Fazit: Mercedes siegt auf der Strecke und am Schreibtisch. Die China-Doppelfront ist nur der Anfang – wenn der Stern erst 24 Prozent von Alpine einsteckt, könnte die F1-Balance sich neu justieren. Und Flavio? Der verkauft das Popcorn – und kassiert kräftig mit.
