Medvedevs sandplatz-albtraum: schock-ausschluss in monte carlo!
Ein tennisartiger Schock erschütterte heute das Masters-Turnier in Monte Carlo: Daniil Medvedev, der hoch gehandelte Russe, erlitt eine der seltensten und demütigendsten Niederlagen in seiner Karriere. Mit 0:6 und 0:6 gegen Matteo Berrettini wurde er ohne Satzgewinn vom Platz gestellt – ein Auftaktspiel, das schneller vorbei war, als man „Sandplatz-Hasser“ sagen kann.
Die „brille“ als bitteres erwachen
Die sogenannte „Brille“ – ein Matchverlust ohne einen einzigen Spielgewinn – ist ein Albtraum für jeden Tennisprofi. Für Medvedev wurde dieser Albtraum Realität. Die nackten Zahlen sind erschreckend, aber sie erzählen nur einen Teil der Geschichte. Der Frust des 30-Jährigen war förmlich greifbar, und seine Reaktionen, darunter das wütende Werfen des Schlägers, wurden vom Publikum in Monaco teilweise mit spöttischen Jubelrufen quittiert. 27 unerzwungene Fehler und lediglich neun Punkte beim eigenen Aufschlag unterstreichen die erschütternde Vorstellung des normalerweise so zuverlässigen Medvedev.

Einmal mehr: sand ist sein erzfeind
Medvedevs Abneigung gegen Sandplätze ist legendär. Seine früheren Äußerungen, in denen er den Belag als „einfach nur schmutzig“ bezeichnete und die Folgen eines Trainings auf Sand – dreckige Autos und unbrauchbare Socken – beklagte, kamen einem Geständnis gleich. Und nun offenbarte er seine Unkenntnis und Respektlosigkeit gegenüber dem roten Belag auf die schmerzhafteste Art und Weise.
Berrettini hingegen präsentierte sich in Topform und zeigte, dass er auf Sand zu Hause ist. Der Wildcard-Inhaber, der in der Weltrangliste deutlich hinter Medvedev platziert ist, hat damit überraschend die dritte Runde erreicht, ohne einen einzigen Spielball abgeben zu müssen. Sein Auftaktmatch gegen Roberto Bautista Agut endete sogar vorzeitig, als Agut verletzungsbedingt aufgeben musste.

Zverev im rennen, garin im visier
Alexander Zverev, an Position drei gesetzt, kämpft ebenfalls um den Einzug in die nächste Runde und trifft dabei auf den chilenischen Qualifikanten Cristian Garin. Während Berrettini bereits einen beeindruckenden Sieg vorzuweisen hat, bleibt abzuwarten, ob auch Zverev seine Form findet und sich gegen Garin durchsetzen kann. Die Partie verspricht ein spannendes Duell zwischen zwei Spielern mit unterschiedlichen Ambitionen und Formkurven.
Medvedevs Debakel wirft Fragen auf. Kann er seine Abneigung gegen Sandplätze überwinden, oder wird dieser Belag weiterhin sein Achillesferse bleiben? Die Antwort wird sich in den kommenden Turnieren zeigen.
